Neues Volksblatt: "Zukunftsfrage" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 21. März 2008

Linz (OTS) - Die vom Wirtschaftsforschungsinstitut erstellte
Studie zum drastisch steigenden Finanzbedarf für den Pflegebereich belegt einmal mehr, wie schal die von der Gusenbauer-SPÖ aus Profilierungsgründen losgetretene Debatte um ein Vorziehen der Steuerreform eigentlich ist. Bei der Pflege und Betreuung geht es auch um - übrigens immer mehr - Menschen. Es geht auch um eine Frage, die Menschen, abseits der seelischen Belastung, oft an finanzielle Grenzen treibt. Und es geht auch darum, was der Staat hier leisten kann bzw. zu leisten hat. Da ist in der breiten Masse der SPÖ aber so gut wie nichts an mittel- oder langfristigen Perspektiven oder gar politischen Ultimaten zu hören. Nur Steuerentlastungen zu fordern ist ja schließlich viel einfacher als sich der Komplexität der Pflegematerie konzeptiv zu nähern.
Ein wichtiger Sprung dazu dürfte aber mittlerweile geschafft sein:
Die fällige Erkenntnis, dass Pflege kein Privatrisiko sein darf, sondern solidarische Aufgabe der Allgemeinheit ist, scheint in weiten Teilen von ÖVP und SPÖ heute unumstritten. Das im Konkreten umzusetzen, bleibt aber noch lohnende Aufgabe für die kommenden Jahre - und unumgänglich.

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