• 20.03.2008, 08:00:00
  • /
  • OTS0007 OTW0007

"profil": Tuareg-Führer ist sicher, dass Lösegeld für Österreicher gezahlt wird

Militärkommandant Hassan Fagaga vermutet Geiseln in der Region um Timbuktu

Wien (OTS) - In einem Interview in der Freitag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins profil erklärt Hassan Fagaga, der
militärischer Führer der Tuareg-Rebellen in Mali, eine Befreiung der
österreichischen Geiseln sei ohne die Zahlung von Lösegeld fast
undenkbar.
Fagaga kontrolliert mit seinen Kämpfern Wüstengebiete im Norden
Malis und Süden Algeriens. "Wenn man es nicht schafft, die Geiseln
gewaltsam zu befreien - was ich für sehr schwierig halte, weil es
etliche Anzeichen gibt, dass die Entführung gut vorbereitet war -
zeigt uns die Erfahrung des Jahres 2003, dass die Staaten schließlich
doch Lösegeld zahlen, auch wenn sie anfangs sagen, dass sie das nicht
tun werden. Das kann über eine inoffizielle Partei stattfinden, einen
reichen Würdenträger, eine Stiftung wie jener des Sohns von Muammar
Gaddafi oder andere." Mit dem Geld würden die Entführer wohl Waffen,
Munition, Nahrungsmittel und Fahrzeuge kaufen, so Fagaga.
Den derzeitigen Aufenthaltsort der beiden entführten Österreicher
vermutet der Tuareg-Kommandant "in der Region um Timbuktu. Dort hat
der Wüstenchef der Al Kaida seit ein paar Jahren im Schutz arabischer
Stämme Unterschlupf gefunden".

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PRO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel