ÖSTERREICH: Barbara Huber-Lipp bekam TA-Palais zum Billigpreis

Obwohl wesentlich höhere Offerte vorlagen - TA will nun "prüfen"

Wien (OTS) - Der umstrittene Erwerb eines Telekom-Austria-Palais
am Wiener Schillerplatz 4 durch Martin Hubers Ehefrau Barbara Huber-Lipp bekommt im Vorfeld der ÖBB-Sonderaufsichtsratssitzung eine neue brisante Facette. Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer morgen, Donnerstag, erscheinenden Ausgabe berichtet, verkaufte die TA die Liegenschaft an Huber-Lipp und den als Treuhänder fungierenden Steuerberater Josef Ischepp um 5,8 Millionen Euro, obwohl damals zwei wesentlich höhere Angebote vorgelegen wären.

Konkret nennt ÖSTERREICH ein Offert der Wiener Immobiliengruppe Lion (jetzt M.O.F. Immobilien AG), das an den damaligen TA-Finanzvorstand Stefano Colombo gerichtet wurde. Es handle sich um ein Sammelangebot für mehrere Realitäten, aus dem ein Offert für das Palais in Höhe von elf bis zwölf Millionen Euro abzuleiten sei, so die Tageszeitung. M.O.F.-Geschäftsführer Axel Mader bestätigte das auf ÖSTERREICH-Anfrage: "Wir hätten für den letztendlich verkauften Gebäudeanteil deutlich mehr bezahlt, als die späteren Käufer. Wir wurden aber trotz schriftlichen Angebotes nicht einmal zu Verhandlungen eingeladen."

TA-Sprecher Martin Bredl sagte auf ÖSTERREICH-Anfrage, man werde die Transaktion nun prüfen. Bisher hatte die TA erklärt, das Konsortium um Huber-Lipp sei Bestbieter gewesen und die TA mit dem Erlös sehr zufrieden. Wie immer diese Prüfung ausgeht, das amtierende TA-Management sei nicht verantwortlich, schreibt ÖSTERREICH. Zuständig war neben Colombo Ex-TA-General Heinz Sundt. "Der Verkauf war Chef-Sache", hieß es bei der TA gegenüber ÖSTERREICH.

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