TSCHARNUTTER, SCHWINGENSCHROT: BZÖ kritisiert Marktverbot während EURO 2008

70 Marktstandler bei heutiger Protestmaßnahme

Wien (OTS) - BZÖ-Wien Obmann Michael Tscharnutter und der stv. Wiener BZÖ-Chef Dietmar Schwingenschrot unterstützten heute bei einer Protestmaßnahme am Hof in der Wiener Innenstadt rund 70 Marktstandler, denen während der Fußball-Europameisterschaft untersagt wurde, ihre fixen Marktstände zu betreiben. Betroffen davon sind der Kunst und Antikmarkt Am Hof (20 Standbetriebe), der Biobauernmarkt auf der Freyung (30 Standbetriebe) sowie der Spittelberger Künstlermarkt (20 Standbetriebe). "Der Juni ist für die Marktfahrer der stärkste Verkaufsmonat des gesamten Jahres. Diese Schikane ist nicht nur skandalös, sondern massiv existenzgefährdet", kritisierten die beiden BZÖ-Politiker.

Tscharnutter und Schwingenschrot berichteten, dass im Februar 2008 vom zuständigen Marktamt eine Platzzuweisung für das ganze Jahr 2008 erteilt worden sei, die das Innenministerium mit der fadenscheinigen Begründung, die Marktstände seien ein Sicherheitsrisiko während der EURO 2008, eine Woche später wieder aufgehoben habe. Dabei seien die Markthütten fixe Verkaufsstände, die im Boden verankert sind.

Der Wiener BZÖ-Chef übte in diesem Zusammenhang heftige Kritik am Spartenobmann Handel in der Wiener Wirtschaftskammer, ÖVP-LAbg. Fritz Aichinger, der die Euro 2008 als "Jahrhundertchance für den Wiener Handel" bezeichnet hatte. "Aichinger hat den betroffenen Marktstandlern bisher keinerlei Unterstützung gewährt und ist dafür verantwortlich, wenn diese Betriebe aufgrund des Einnahmenentfalls im Juni vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Ich fordere Aichinger auf, sofort zu handeln und den Marktfahrern zu ihrem Recht zu verhelfen, damit auch diese Gruppe im Juni von der EURO profitieren kann", so Tscharnutter, der weiters kritisierte, dass auch das Marktamt und ÖVP-Bezirksvorsteherin Stenzel den Markstandlern jegliche Hilfe verwehrt hätten.

"Gerade die Fußball-Europameisterschaft währe für die Marktfahrer eine einmalige Chance, sich und ihre Produkte zu präsentieren. Das BZÖ Wien fordert daher eine nochmalige Überprüfung des Marktstandplatzverbotes im Juni, einen Masterplan für die Existenzgefährdung der Marktstandler oder eine sofortige Zuweisung von Ersatzstandplätzen", so Tscharnutter und Schwingenschrot abschließend. (Schluss)

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