Serentschy präsentiert RTR-Studie: bei Privatkunden dominiert das Handy, bei Unternehmen das Festnetz

Wien (OTS) - "Die Tatsache, dass der Telekommunikationssektor äußerst dynamisch und schnelllebig ist, wird durch die Ergebnisse unserer jüngsten Erhebung zum Nachfrageverhalten von Privat- und Geschäftskunden einmal mehr bestätigt", präsentiert Dr. Georg Serentschy die Ergebnisse der RTR-Studie. "In den letzten zwei Jahren kam es im Nutzerverhalten der Konsumenten und Unternehmen zu vielen Neuerungen und deutlichen Veränderungen. Während manche Bereiche des Telekommunikationssektors an Bedeutung verlieren, ist in anderen Bereichen ein starkes Wachstum zu beobachten."

Privatkunden: Handys statt Festnetz

Deutlich wird dies unter anderem in den Penetrationszahlen zu Festnetz und Mobilfunk. Im Privatkundenbereich verliert das Festnetz zu Gunsten des Mobilnetzes immer mehr an Bedeutung. Während 2005 das Festnetz von Privatkunden in Bezug auf Qualität, Tarife und Flexibilität noch deutlich besser eingeschätzt wurde als das Mobilnetz, ist in der Erhebung 2007 in vielen Bereichen das Mobilnetz dominierend. Neben den Tarifen werden Kriterien wie Mobilität und Flexibilität immer wichtiger. Immer häufiger greifen Privatkunden daher ausschließlich auf das Mobiltelefon zurück und geben den Festnetzanschluss auf.

Festnetz bei Unternehmen unangefochten auf Platz 1

Bei den österreichischen Unternehmen lassen sich im Vergleich zu 2005 im Gegensatz zu den Privatkunden keine derart ausgeprägten Änderungen feststellen. Der Festnetzanschluss genießt nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert, weshalb es auch zu keinen größeren Veränderungen in den Anschlusszahlen im Unternehmensbereich gekommen ist. Neben den Kriterien Preis und Qualität, gewinnt das Angebot von individuellen Gesamtlösungen aller TK-Dienstleistungen (von einem einzigen Betreiber) stark an Bedeutung.

Mobiles Internet boomt bei Privat- und Geschäftskunden

Mobilität spielt nicht nur bei Telefonie sondern auch bei der Wahl des Internetanschlusses eine immer größer werdende Rolle. "Mobile Datenkarten und Modems machen einen breitbandigen Internetzugang auch unterwegs oder auf (Geschäfts-)Reisen möglich. Fast ein Viertel der Haushalte mit Internetzugang verfügt heute schon ausschließlich über mobiles Breitband, rund 482.000 Breitbandanschlüsse werden mittels UMTS/HSDPA realisiert", führt Serentschy aus.

VoIP: Wachstum bei Unternehmen, Skepsis bei der älteren Generation

Im Bereich der Internettelefonie (VoIP) hat es seit 2005 starke Veränderungen und Zuwächse in der Nutzung gegeben. Vor allem bei den Geschäftskunden besteht großes Wachstumspotenzial.

"Bei den Privatkunden überzeugt die noch eher junge Technologie der Internettelefonie die jüngere Generation und Personen mit höherer schulischer Ausbildung. Für eine gewisse Skepsis - hauptsächlich bei Älteren - sorgen die Annahmen, das Internet habe zu viele Sicherheitsprobleme und VoIP sei noch zu unausgereift", erklärt Serentschy die Motive für die Einstellung von Privatkunden. "Die Internetoffensive, die am 3. März gestartet wurde, wird hier sicherlich zahlreiche positive Impulse setzen, um das Internet und die darauf beruhenden Anwendungen zu pushen!"

Bereits zum dritten Mal seit dem Jahr 2002 hat die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH das Nachfrageverhalten von Privat- und Geschäftskunden untersucht. Befragt wurden 2.000 Privatpersonen und 1.100 Unternehmen. Die aus der repräsentativen Erhebung gewonnenen Daten fließen nicht nur in regulatorische Verfahren ein, sondern werden für die interessierte Öffentlichkeit auch publiziert und stehen in Kürze auf der Website der RTR-GmbH unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.rtr.at/de/komp/Studien

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