ÖH Uni Wien: Senat stärken - Unirat abschaffen!

Mehr Mitbestimmung für Studierende

Wien (OTS) - Im Mai diesen Jahres soll die Novelle des Universitätsgesetztes (UG) präsentiert werden. Bereits jetzt zeichnen sich zwei Tendenzen ab. Der Universitätsrat soll auf Kosten des Senats aufgewertet werden, außerdem scheinen umfassende Zugangsbeschränkungen für Master- und Doktoratsstudien geplant.

"Im Senat haben die Studierenden die Möglichkeit für ihre Anliegen einzutreten, die Schwächung wäre ein massives Beschneiden unseres Mitbestimmungsrechts", meint Sophie Wollner vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Stattdessen sollte die Zusammensetzung des Senats geändert werden, denn momentan haben die Lehrenden eine absolute Mehrheit:
"das macht natürlich die Entscheidungsfindung schwer. Nötig ist zumindest eine drittelparitätische Zusammensetzung der Kollegialorgane."

Dem Universitätsrat, der neben Rektorat und Senat das letzte Organ des Triumvirats darstellt, sollen laut Wissenschaftsministerium mehr Kompetenzen eingeräumt werden.

"Dem 2002 geschaffenen Universitätsrat stehen umfangreiche Entscheidungskompetenzen zu, jedoch sind die Mitglieder oft zu schlecht informiert um die Konsequenzen ihres Handelns absehen zu können", so Marlies Wilhelm vom ÖH Uni Wien Vorsitzteam. "Sinnvoll wäre es daher die Aufgabenbereiche des Unirats auf den Senat, dessen Mitglieder genügend Hintergrundwissen besitzen, zu übertragen."

Wie es nach dem Bachelor- bzw. Diplomstudium weitergeht, ist unklar. Die UG-Novelle öffnet Tür und Tor für breite Beschränkungen im Master- und Doktoratsstudium.

"Wir lehnen jede Art von Zugangsbeschränkungen ab, seien es formelle wie Aufnahmeprüfungen oder informelle in Form von Selektion während der ersten Semester" sagt Fanny Rasul, Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Weiters "muss das Master- und Doktoratsstudium frei bleiben. Ein weiterführendes Studium darf nicht nur einer Elite vorbehalten werden."

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