Grüne Wien fordern Aus für Proporz bei Schuldirektorenbestellung

Jerusalem: Geeignete Personen werden vom aktuellen System davon abgehalten, sich zu bewerben

Wien (OTS) - "Parteibuch und Freunderlwirtschaft sind nach wie vor die bestimmenden Faktoren bei der Bestellung von SchulleiterInnen in Wien", kritisiert die Schulsprecherin der Grünen Wien, Susanne Jerusalem, fest. "Rote Schulen bleiben rot, schwarze Schulen bleiben schwarz. Das Problem dabei ist, dass sich viele geeignete Personen unter diesen Umständen gar nicht erst bewerben, weil sie ohnehin chancenlos sind."

"Mehr als die Hälfte der Direktoren, die 2006 und 2007 im Pflichtschulbereich bestellt wurden, hätten wegen ihrer schlechten Noten im Assessmentverfahren gar nicht bestellt werden dürfen", so Jerusalem. "Während Volksschüler nur mit Einsern und Zweiern in die AHS dürfen, werden LehrerInnen auch mit Dreiern, Vierern, ja sogar Fünfern in der Beurteilung der Personalberatung zu Direktoren ernannt", kritisiert Jerusalem. "Es ist ein Skandal, dass SPÖ und ÖVP bei der Direktorenbestellung nach wie vor derart die Hand draufhalten. Eine Reform des Schulsystems ist unter diesen Umständen gar nicht möglich", stellt Jerusalem fest. "Mehr Autonomie ist sicher nicht ratsam, so lange die Qualität der Direktorenbestellungen nicht gesichert ist."

Jerusalem fordert, dass alle BewerberInnen zum Assessment zugelassen werden, alle über eine Management-Ausbildung verfügen und die Schulpartner aus den Besten wählen dürfen. Es wäre sinnvoll, das BIFIE damit zu beauftragen, ein Modell zu erarbeiten, das den Kriterien der "Entparteipolitisierung" voll entspricht.

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