Energiepreisfalle für Konsumenten entschärfen

Frais: "Bei Öko-Energien nicht dieselben Fehler wie bei fossilen Energien machen"

Linz (OTS) - Die Pellets-Krise im Winter 2006/07 hat gezeigt, dass durch Rohstoffengpässe auch die Preise alternativer Energieträger explodieren können. Zudem unterstreichen die aktuellen Diesel-Rekordpreise, wie aus einem jahrelangen Preisvorteil gegenüber Benzin innerhalb von kurzer Zeit ein Preisnachteil werden kann. "Es ist höchste Zeit, dass die öffentliche Hand steuernd eingreift, um die Energiepreisfalle für die Konsumenten und auch für die Wirtschaft zu entschärfen. Der Wandel hin zu alternativen Energieträgern ist ein notwendiger Ausweg - allerdings darf man nicht wie beim Ölpreis den Marktmechanismen völlig blindlings vertrauen. Durch gezielte Förderung und langfristige Lieferverträge mit Preisindizes könnte beispielsweise die notwendige Sicherheit geschaffen werden", so SP-Klubchef Dr. Karl Frais.

"Energieversorgung ist Daseinsvorsorge", betont Frais, "und diese darf nicht zum Spekulationsobjekt werden. Konsumenten, Wirtschaft und Energieversorger haben ein gemeinsames Interesse - sie wollen sicher für die Zukunft planen können. Damit das gelingen kann, muss die Versorgung mit Rohstoffen in ausreichendem Maße und zu sozial verträglichen Preisen funktionieren. Die öffentliche Hand kann durch eine gezielte Förderpolitik Rohstoffpreise stabilisieren und ein ausreichendes Angebot absichern. Genau das müssen wir in Oberösterreich vorbildhaft für ganz Österreich umsetzen - damit die ökologische Energie-Revolution auch sozial verträglich erfolgt."

In der Bevölkerung herrscht größter Unmut über die Preisexplosion bei Treibstoffen und anderen Energieträgern. "Oligopolartige Strukturen wie bei den Treibstoffen wirken sich erfahrungsgemäß zulasten der Konsumenten aus. Auch die hilflos wirkenden Wettbewerbsbehörden können die Probleme nicht ausreichend auflösen", stellt Frais fest. Um einer solchen Markt-Schieflage auch bei ökologischen Energieträgern vorzubeugen, sollen neue ökosoziale Marktinstrumente wie beispielsweise langfristige Lieferverträge und nachhaltige Versorgungssicherheit eingesetzt werden. Durch eine genau definierte Preisindex-Regelung kann dabei auch mehr Preisstabilität geschaffen werden. "Gerade bei der Daseinsvorsorge muss die öffentliche Hand sowohl faire Rohstoffpreise für die Produzenten wie auch Versorgungssicherheit und soziale Leistbarkeit für die Konsumenten und die Wirtschaft sichern. Deshalb muss die Vergabe öffentlicher Fördergelder an entsprechende Bedingungen geknüpft werden", schließt der SP-Klubchef.

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