Klement: Pfandsystem für Batterien könnte mehr Sensibilität für seltene Rohstoffe schaffen

Batterien-Inhaltsstoffe sind gefährlich und bedürfen fachgemäßer Entsorgung

Wien (OTS) - "Entsorgung und Wiederverwendung von Batterien sind verbesserungswürdig", betonte der freiheitliche Energiesprecher NRAbg. DI Karlheinz Klement anläßlich der Änderung des Abfallwirtschaftsgesetzes. "Die geplanten Sammelsysteme in Gemeinden sind zu begrüßen, auch wenn sie Kosten verursachen. Das werde in der Folge zwar zu Preiserhöhungen, schlußendlich aber auch zu Kostenwahrheit führen. Bis dato verschwinden Batterien häufig sang-und klanglos und verursachen so keine Kosten, belasten aber die Umwelt und können nicht recycelt werden."

Batterien stellen für die Wirtschaft eine große Rohstoffquelle dar. Aufgrund ihres hohen Gehaltes an wertvollen Metallen sollte man sich ein Pfandsystem für Batterien überlegen, so Klement. Das wäre ein Anreiz zu noch mehr Effizienz. Darüber hinaus seien die Bürger umfassend über die von Batterien ausgehenden Gefahren zu informieren. Cadmium, Zink, Blei und Quecksilber seien hochgiftige Metalle, die nachhaltige Schäden verursachten, wo sie in den Naturkreislauf gelangten.

"Bei Lithium-Ionen-Batterien ist die Situation ähnlich", führt Klement weiter aus. "Der Rohstoff Lithium ist aus zwei Gründen mit Vorsicht zu genießen. Erstens genügt schon eine einfache Berührung, um schwerste Verbrennungen zu verursachen. Zweitens ist er in der Billigware Mobiltelefon enthalten, was den Eindruck erweckt, Lithium sei unbegrenzt vorhanden. Tatsache ist, daß wir mit dem Rohstoff Lithium wie auch mit allen anderen Rohstoffen sorgsam und sparsam umgehen müssen. Eine gedankenlose Ausbeutung der limitierten Vorkommen in den Lagerstätten der Welt ist abzulehnen. Alleine in Chile werden pro Jahr 8.000 Tonnen Lithiumsalze abgebaut, was die dortigen Lagerstätten schnell schrumpfen läßt und zudem zu massiven Eingriffen in das Ökosystem der Atacama führt", berichtet Klement.

"10 Tonnen Lithium-Ionen-Akkus fallen jährlich allein in Österreich zur Entsorgung an. Es gibt bereits effiziente Verfahren zur Rückgewinnung von Lithium in der Schweiz. Österreich sollte schnellstens auf diese Technologie aufspringen. Wie groß die Gesamtabfallmengen bei Batterien sind, können wir in Österreich leider nur abschätzen, es gibt keine genauen Zahlen. Insgesamt können wir von ungefähr 3.000 Tonnen an Batterien pro Jahr ausgehen, die zur Entsorgung gelangen. Es gibt also auch bei der statistischen Erfassung Verbesserungsmöglichkeiten, die durch ein Batterien-Pfandsystem erfüllt werden könnten.

"Mit einem Batterien-Pfandsystem wäre also allen gedient: Unserer Umwelt, der Volksgesundheit, der Forschung und Entwicklung sowie zukünftigen Generationen, die auch noch auf Lagerstätten wertvoller Rohstoffe zugreifen könnten" so Klement, der ankündigt, diesbezüglich auch einen parlamentarischen Antrag einzubringen.

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