Weinzinger: Bures betätigt sich als Hellseherin bei der Steuerreform

Grüne fordern mehr Geld für NiedrigverdienerInnen

Wien (OTS) - Mit größtem Verwundern reagiert Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen, auf die Aussagen von Frauenministerin Bures: "Aufgrund des permanenten Hick-Hacks in der Regierung zweifeln schon viele daran, ob diese Koalition überhaupt eine Steuerreform zustande bringen wird. Bures hingegen ist Hellseherin, sie weiß bereits vor dem Abschluss der Verhandlungen über die Steuerreform, was herauskommen wird und dass die Frauen davon profitieren werden." Dabei sei keineswegs gesichert, dass sich die kommende Steuerreform tatsächlich zu Gunsten der Frauen auswirken würde. "Die Erfahrungen mit der letzten Steuerreform haben gezeigt, dass die Männer deutlich stärker entlastet wurden. Nachdem sämtliche Ankündigungen bisher immer von einer Entlastung des Mittelststandes sprechen, ist noch lange nicht gesichert, dass gerade Frauen mit einem geringen Einkommen von der nächsten Steuerreform am meisten profitieren werden. Sollte sich die ÖVP mit dem Familiensplitting durchsetzen, werden jedenfalls die Männer stärker profitieren", so Weinzinger.

Das Steuersystem müsse jedenfalls frauenfreundlicher werden. "Ein erster Schritt zur steuerlichen Entlastung der Frauen ist die Durchforstung des Steuersystems auf frauendiskriminierende Regelungen. Die Pendlerpauschale und der AlleinverdienerInnenabsetzbetrag kommen derzeit vor allem Männern zu Gute. Wirklich profitieren würden Frauen wenn sie mehr Geld vom Finanzamt ausbezahlt bekämen (Erhöhung der Negativsteuer)", schließt Weinzinger.

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