Bures fordert Teuerungsausgleich und Steuerentlastung - Frauen und Familien nicht länger warten lassen

Wien (SK) - "Die Teuerung wirkt sich katastrophal auf Familien
aus, und alle Zahlen belegen, dass gerade Frauen einen Teuerungsausgleich brauchen. Denn Frauen gehören zu jenen Einkommensbeziehern, die sich im untersten Einkommensdrittel aufhalten", erklärte Frauenministerin Doris Bures am Dienstag in einer Pressekonferenz. Vor allem bei günstigen Lebensmitteln gebe es eine dramatische Entwicklung, so habe ein Preisvergleich der Arbeiterkammer von Dezember 07 bis Februar 08 eine Preissteigerung bei den billigsten Nudeln von plus 37 Prozent und bei Käse plus 20 Prozent ergeben, so Bures. Daher forderte die Frauenministerin neben einer Einmalhilfe von 100 Euro eine nachhaltige Entlastung für mittlere und kleine Einkommen. "Bei dieser Teuerung sollten wir den Familien, Frauen und hart arbeitenden Menschen nicht ausrichten, sie sollen bis 2010 warten. Die brauchen nämlich heute was", betonte Bures. ****

Negativ wirke sich die hohe Teuerungsrate, die mit 3,6 Prozent im Jänner 2007 den höchsten Stand seit 14 Jahren erreichte, auf Frauen aus. Denn vier von 10 Frauen seien teilzeitbeschäftigt, es gebe unter Frauen einen hohen Anteil an Alleinerzieherhaushalten und bei Pensionen sind in hohem Ausmaß Frauen unter der Ausgleichszulage. Auch bei Frauen, die vollzeitbeschäftigt sind, zeige sich, dass je geringer das Einkommen, umso geringer die Einkommenssteigerung sei.

Anhand einer Grafik legte Bures dar, dass im niedrigsten Einkommensfünftel (durchschnittliches Bruttojahreseinkommen 4.574 Euro) Frauen mit 64 Prozent die klare Mehrheit darstellen. In dieser Einkommensgruppe gab es zwischen 2000 bis 2006 eine Einkommenssteigerung von nur 5 Prozent. Im mittleren Einkommensfünftel (Bruttojahreseinkommen 23.507) sind Frauen zu 45 Prozent vertreten, und hier gab es zwischen 2000 und 2006 eine Einkommenssteigerung von 11 Prozent. In der höchsten Einkommensklasse (Bruttojahreseinkommen 60.432) sind Frauen nur mehr zu 24 Prozent vertreten. In dieser Gruppe gab es eine Einkommenssteigerung von plus 16 Prozent.

Frauen mit den geringsten Einkommen seien am höchsten belastet. Daher sei eine Einmalhilfe notwendig. Von den 100 Euro Soforthilfe, die Bundeskanzler Gusenbauer vorgeschlagen hat, würden vor allem Frauen profitieren. 70 Prozent der Ausgleichsbezieherinnen seien Frauen; und bei den insgesamt 1,2 Millionen Haushalten, die in den Genuss einer Einmalhilfe kämen, sind sechs von zehn BezieherInnen Frauen, so Bures.

Neben dieser Sofortmaßnahme müssen auch nachhaltige Maßnahmen für kleine und mittlere Einkommen gesetzt werden, denn "den Menschen muss mehr im Geldbörsel bleiben". Dort, wo wirtschaftspolitische Vernunft vorherrsche, habe man sich auch für ein Vorziehen der Steuerreform ausgesprochen. Bures zitierte in diesem Zusammenhang die Experten Ewald Walterskirschen und Markus Marterbauer, die sich beide für ein Vorziehen ausgesprochen haben. "Ich hoffe, dass sich auch in der ÖVP die wirtschaftliche Vernunft durchsetzt und es zu einer Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen sowie zu einer Entlastung der Familien kommt", so Bures. (Forts.) sl

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