NÖ-Landhaus entpuppt sich als "Energie-Emmentaler"

Kerschbaum: "Mit diesen Standards darf man sich nicht zufrieden geben!"

St. Pölten (Grüne) - "Die Energiekennzahlen der öffentlichen Gebäude in Niederösterreich bleiben weit hinter dem technischen Standard zurück! Das ist ein Armutszeugnis, mit dem man nicht auch noch prahlen sollte!" stellt Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum von den Grünen verärgert fest.

"Um zu erkennen, dass das Niederösterreichische Landhaus ein energetischer Emmentaler ist, dafür braucht man kein Experte zu sein. Wenn sich die Vertreter der Landesregierung bei einer internationalen Fachtagung für diese Leistung auch noch rühmen, ist das mehr als peinlich!", so Kerschbaum.
Bei einer internationalen Konferenz über Ökobau in St. Pölten wurden:
- das Niederösterreichische Landhaus (EKZ 135 kWh/m2/a)
- das Landes Pensionisten- und Pflegeheim Zistersdorf (135 kWh/m2/a) - und das Wirtschaftszentrum N (<80 kWh/m2/a)
als vorbildliche ökologische Gebäude präsentiert! Zum Vergleich: ein Niedrigenergiehaus braucht weniger als 50 kWh/m2/a

Dass es anders geht, zeigt die Vorarlberger Landesregierung. Sie hat schon 2004 Richtlinien für energetische Kriterien für Landesgebäude herausgegeben, laut denen diese saniert und auf eine Energiekennzahl von 39 kWh/m2 gebracht werden sollen.

"Würde das Landhaus auf diesen Level saniert werden, könnte Niederösterreich allein bei der Beheizung 8 Millionen kWh Energie pro Jahr einsparen! Zumindest beim Neubau von öffentlichen Gebäuden muss das Land endlich andere Standards anstreben - statt Glaspaläste zu bauen und sie dann auch noch als ökologisch zu bezeichnen!" fordert Kerschbaum abschließend

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