AHS-Scholik zur SchOG-Novelle: "Alles nur heiße Luft!"

Schmied will weiterhin 30er-Klassen in der Unterstufe und 36er-Klassen in der Oberstufe

Wien (OTS) - =

Grundsätzlich erfreut zeigt sich die Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Eva Scholik über die Gesetzesnovelle zur Senkung der Klassenschülerhöchstzahl.Bei genauerer Betrachtung des zur Begutachtung ausgesendeten Gesetzesentwurfs stellt sich jedoch heraus, dass zwischen den von BM Schmied verbreiteten Jubelmeldungen und den tatsächlich geplanten Maßnahmen massive Diskrepanzen bestehen:

1)In der AHS-Unterstufe werden nicht maximal 25, sondern bis zu 30 Schüler/innen pro Klasse unterrichtet werden müssen.

2)In der Oberstufe ist überhaupt keine Änderung vorgesehen. Dort werden die Schüler/innen weiterhin in Klassen mit bis zu 36 Jugendlichen gepfercht werden.

Über die im Gesetzesentwurf angeführte Aufstellung der finanziellen Auswirkungen ist Scholik besonders erbost: "Der AHS sollen jährlich um etwa 0,4 Prozent (!) mehr Personalressourcen zur Verfügung gestellt werden. Um bei 25er-Klassen die gleichen Rahmenbedingungen aufrecht zu erhalten wie bei 30er-Klassen, bräuchte man im Endausbau aber um 20 Prozent mehr. Da kann man nur fassungslos den Kopf schütteln!"

"Eine entsprechende finanzielle Bedeckung ist die Basis für ein seriöses Vorhaben", so Scholik an die Adresse der Unterrichtsministerin. "Ohne die notwendigen Ressourcen ist das alles nur heiße Luft!"

Scholik weiter: "Ein klares Nein zu einer Scheinreform in der Unterstufe und zur Massenabfertigung in der Oberstufe! Damit wird das ministerielle Gerede von einer modernen Schule zur hohlen Phrase."

"Was uns Lehrerinnen und Lehrer besonders empört ist die Tatsache, dass BM Schmied seit Monaten Unsummen für plumpe Propagandainserate zur Gesamtschule verschleudert, jetzt aber kein Geld für die flächendeckende Umsetzung der Klassenschülerhöchstzahl 25 haben dürfte!", so Scholik abschließend.

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