AK Test: Unverhofft kommt oft - teure Spesen bei Banken!

Bis zu 21 Euro Gebühren, um ein Girokonto zu schließen

Wien (OTS) - Extra bezahlen heißt es oft für KonsumentInnen in einer Bank. Wer etwa sein Girokonto auflöst, muss bisweilen mit saftigen Spesen rechnen. Hinzu kommen können noch Gebühren fürs Löschen jedes einzelnen Dauer- und Einzugsauftrages. Das zeigt ein AK Test über Nebengebühren im Februar. "Das geht ganz schön ins Geld, wenn unerwartete Kosten den ursprünglichen Preis in die Höhe schnalzen", kritisiert AK Konsumentenschützer Harald Glatz. "Konsumenten erfahren den Gesamtpreis erst oft, wenn es ans Zahlen geht und nicht im Vorhinein. Das sollte gerade umgekehrt sein."

Die Auflösung eines Girokontos kostet nichts (Verkehrskreditbank mit SB Gehaltkonto, Bank Burgenland mit Vorteilskonto, Bankdirekt.at mit Girokonto, Bank für Tirol und Vorarlberg mit BTV Kompakt) bis zu 21,20 Euro (BKS Bank mit Klassikkonto Plus). Wer dann noch zusätzlich für Miete, Telefon, Strom oder Versicherungen seine Dauer- und Abbucher löschen lässt, muss mitunter zusätzlich mit Spesen pro Auftrag und Löschung rechnen. Drei Euro etwa verlangen die Bank Austria Creditanstalt (Erfolgskonto) und das Wiener Spar- und Kreditinstitut (Gehaltskonto) pro Löschung eines Dauerauftrages. "Obwohl Studentenkonten meist kostenlos geführt werden, können beim Schließen des Kontos auch Gebühren anfallen", sagt Glatz. Von 16 getesteten Banken in Wien verlangt ein Drittel keine Schließungsspesen. 15 Euro verrechnen Hypo Alpe Adria und Bank Austria.

Wer sein Sparbuch auflösen möchte, kann auch belastet werden. Von 16 Banken mit Filialen in Wien verrechnen nur sieben Banken keine Spesen: Bawag, Bank Austria Creditanstalt, Denizbank, Österreichische Verkehrskreditbank, Psk, Raiffeisenlandesbank NÖ Wien, Sparda Bank. Am teuersten ist die Hypo Tirol mit sieben Euro Spesen.

Wer mit einem Zahlschein auf ein institutsfremdes Konto einzahlt, kann ebenfalls hohe Spesen draufzahlen", sagt Glatz. Die Spesen betragen zwei Euro (Bank für Tirol und Vorarlberg, Hypo Oberösterreich) bis fünf Euro (Wiener Spar- und Kreditinstitut). "Günstiger kommt jedenfalls, vom Konto zu überweisen", empfiehlt der Konsumentenschützer.

Bei Krediten gibt es auch etliche versteckte Kosten. Einige Beispiele: Wer einen Kredit aufnimmt, zahlt Kreditprüfkosten von 14,53 Euro bei der Erste Bank. Wer einen Fixzinssatz verlängern lässt, zahlt Spesen von ein Prozent vom aushaftenden Betrag, mindestens 300 Euro (Bawag). Wer seinen Kredit vorübergehend nicht mehr zurückzahlen kann, von dem verlangt die Erste Bank 93 Euro für eine Ratenstundung oder Zahlungsplanänderung.

"Eigentlich müsste der Kunde den gesamten Endpreis wissen, bevor er etwa einen Kredit abschließt, erklärt Glatz. Die Preise für die Leistungen müssen im Schalterraum der Banken ausgehängt sein, damit der Konsument einen Überblick hat. Glatz rät daher: "Fragen Sie immer genau nach, welche Spesen anfallen können."

SERVICE: Die Erhebung finden Sie unter www.arbeiterkammer.at

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