Kärnten fordert Ländergipfel zu Kinderbetreuung

LHStv. Dörfler: Bundesländer unzufrieden mit Vorschlägen des Bundes

Klagenfurt (LPD) - Wie Kärntens Kindergartenreferent LHStv.
Gerhard Dörfler heute, Dienstag, bekannt gab, gibt es nach wie vor von fast allen Bundesländern massive Kritik an der vom Bund vorgeschlagenen 15a-Vereinbarung zum Ausbau der Kinderbetreuung sowie zur Sprachförderung. "Mit den Ländern wurde nie wirklich verhandelt und die gemeinsame Länderstellungnahme vom Bund einfach ignoriert", erklärte Dörfler. Deshalb freut sich Dörfler dass es jetzt neuerlich eine gemeinsame Länderinitiative mit den Regierungskollegen aus Niederösterreich (LR Johanna Mikl-Leitner), Oberösterreich (LR Viktor Sigl), Vorarlberg (LR Greti Schmid), Salzburg (LR Doraja Eberle) sowie Tirol (LHStv. Elisabeth Zanon) gibt. In einem gemeinsamen Papier werden die vier Bundesminister Doris Bures, Johannes Hahn, Andrea Kdolsky und Claudia Schmied aufgefordert, Gespräche mit den Ländern zu führen.

Bereits im August des Vorjahres stellten Landeshauptmann Jörg Haider und Dörfler anlässlich eines Kärntenbesuches von Ministerin Bures fest, dass die Angebote des Bundes "enttäuschend sind". So ist aufgrund der geplanten Vereinbarung kein bedarfsgerechter Ausbau der Kinderbetreuung möglich und die Förderungen können aufgrund der komplizierten Abrechnungsmodalitäten nicht abgeholt werden. Zudem zahlen die Länder mehr als die Hälfte an Förderungen dazu, dies jedoch auf Jahre und nicht nur wie der Bund einmalig.

Dörfler forderte auch eine verstärkte Förderung der Tagesmütter:
"Gerade bei der Kleinkindbetreuung spielen die Tagesmütter mit ihren flexiblen Angeboten eine wichtige Rolle, ich sehe daher nicht ein, warum diese nicht gefördert werden sollen."

Für Dörfler zeigt sich, dass die Bundesregierung keine praxisnahen Vorschläge mache und über die Bundesländer einfach "drüberfahren" wolle. Es gebe viele Ankündigungen und keine Umsetzung. Dörfler: "Hier wird weder im Sinne der Kinder und Eltern noch im Sinne der Länder und Gemeinden gehandelt." Dörfler forderte "Bures &Co auf, vom hohen Ross herunter zu steigen und endlich mit den Ländern zu reden".
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