ÖSTERREICH: Bartenstein startet "Aktion scharf" gegen Komatrinken

Weisung an Landeshauptleute, Alkoholverkauf strenger und häufiger kontrollieren zu lassen

Wien (OTS) - Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) gibt grünes Licht für eine "Aktion scharf" gegen das Komatrinken Jugendlicher. Am Montag soll eine von am Freitag unterzeichnete Weisung die neun Landeshauptleute erreichen. Der Tageszeitung ÖSTERREICH (Montagausgabe) liegt diese Minister-Weisung, die auf der neuen Gewerbeordnungs-Novelle beruht, bereits vor. Die Inhalte im Detail:

1. Ausweitung des Alkoholverkaufs-Verbots auf den Handel - also etwa Supermärkte und Tankstellenshops. Bisher bestand dieses Verbot laut Gewerbeordnung nur beim Ausschank von Alkohol in Gasthäusern oder auf Zeltfesten.

2. Generelle Ausweispflicht - Der Wirt, der Händler, die Kassiererin muss den Ausweis des Jugendlichen kontrollieren, wenn auch nur der geringste Zweifel besteht, dass das im jeweiligen Bundesland nötige Mindestalter des Jugendlichen noch nicht erreicht ist. Der Ausweis muss möglichst fälschungssicher sein.

3. Werden Wirte bzw. Verkäufer bei der Abgabe von Alkohol an Jugendliche unter dem gültigen Mindestalter erwischt, drohen empfindliche Strafen. Die Mindestbuße liegt bei 180 Euro. Die Maximalstrafe wird von 2.180 auf 3.600 Euro erhöht. Im Wiederholungsfall droht sogar der Verlust der Gewerbe-Konzession.

Mit der Weisung sind die Landeshauptleute ab Montag angewiesen, strenger und häufiger kontrollieren zu lassen. In sechs Monaten müssen sie berichten, welche Schwerpunktaktionen gesetzt wurden. "Beim Komatrinken junger Menschen haben wir es mit einem Phänomen zu tun, das wir nach besten Kräften bekämpfen müssen", sagte Bartenstein zu ÖSTERREICH.

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH
Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 2510 oder 2910
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0001