"profil": Israelitische Kultusgemeinde erhebt neue Vorwürfe gegen Leopold

Bei einer Schiele-Zeichnung soll es sich um Raubkunst handeln

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, erhebt Erika Jakubovits, die Direktorin der Israelitischen Kultusgemeinde, neue Anschuldigungen gegen das Leopold Museum: Bei der Egon-Schiele-Zeichnung "Sich aufstützende Frau in Unterwäsche" aus dem Jahr 1917 könnte es sich um NS-Raubkunst handeln.

Rudolf Leopold sei im Besitz von Filmrollen, die eindeutig belegten, dass die Zeichnung vor 1938 dem jüdischen Sammler Heinrich Rieger gehörte, so Jakubovits. "Wider besseres Wissen weist die Stiftung Leopold den jüdischen Vorbesitzer einer Schiele-Zeichnung in ihrer Provenienz-Datenbank nicht aus", erklärt die IKG-Direktorin:
"Damit soll offenbar verheimlicht werden, dass es sich bei dem Bild um einen weiteren Fall von Nazi-Raubkunst handeln könnte."

Der heutige Wert der Zeichnung wird auf mindestens 300.000 Euro geschätzt.

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