Grüne Donaustadt: ZwangsarbeiterInnen-Mahnmal in der Lobau kommt

Grüner Antrag mehrheitlich beschlossen - nur FPÖ dagegen

Wien (OTS) - Die Errichtung eines Mahnmales für
ZwangsarbeiterInnen am Eingang zum Nationalpark Donauauen in der Lobau wurde auf Antrag der Grünen Donaustadt beschlossen. Bezirksrat Robert Eichert bezeichnet die Zustimmung zur Errichtung des Mahnmales für die vielen ZwangsarbeiterInnen, die hier zwischen 1938 und 1945 zu Tode kamen, als späte Respektsbezeugung vor diesen fast vergessenen Opfern. Der Antrag wurde von den Grünen in der letzten Bezirksvertretungssitzung eingebracht und von allen Parteien außer der FPÖ angenommen.

Für die Mineralölwirtschaft wurden beim Bau des Donau-Oder-Kanals und des Ölhafens Kriegsgefangene und ungarische Juden ausgebeutet, darunter viele Frauen und Kinder.Im Stadtgut Lobau und am Schafflerhof ZwangsarbeiterInnen vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt. Im Tanklager-Lobau befand sich auch ein Lagerbordell mit Sexzwangsarbeiterinnen, die aus den besetzten Gebieten im Osten hierher verschleppt wurden - ein wenig bekanntes Kapitel aus der Zeitgeschichte.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat: 0664 52 16 831, presse.wien@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0001