• 14.03.2008, 10:15:41
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Zweiteilige Hörspielneuproduktion "Das Gemeindekind" mit Elisabeth Orth in Ö1

Wien (OTS) - Marie von Ebner-Eschenbachs Roman "Das Gemeindekind"
steht als Hörspiel in zwei Teilen am 22. und 29. März - jeweils ab
14.00 Uhr - auf dem Programm von Ö1. In dieser neuen Ko-Produktion
von ORF und MDR leiht Elisabeth Orth der Erzählerin Maria von
Ebner-Eschenbach die Stimme.

In der "Hörspiel-Galerie" am Karsamstag, den 22. März steht ab
14.00 Uhr der erste Teil der Hörspielfassung von Marie von
Ebner-Eschenbachs Roman "Das Gemeindekind" auf dem Ö1-Programm. Der
zweite Teil wird eine Woche später (29.3., 14.00 Uhr) ausgestrahlt.
Elisabeth Orth leiht der Erzählerin Maria von Ebner-Eschenbach die
Stimme. Weitere Mitwirkende in dieser heuer entstandenen
Gemeinschaftsproduktion von ORF und MDR sind Bibiana Zeller, Martin
Schwab, Annemarie Düringer, Wolfram Berger, Brigitte Swoboda, Birgit
Minichmayr, Boris Eder, Anne Bennent, Rudolf Buczolich u.v.a. Götz
Fritsch hat den Roman für den ORF bearbeitet, dramatisiert und als
Hörspiel inszeniert, für die Musik zeichnet Otto Lechner
verantwortlich.

Zum Inhalt: Die Bedingungen könnten schlechter nicht sein. Der
Vater wegen Mordes gehenkt, die Mutter zu zehn Jahren Haft ins
Zuchthaus gestoßen. Die beiden Kinder, Milada und Pavel, bleiben, mit
diesem Makel behaftet, alleine und auf sich gestellt. Doch während
die hübsche Milada durch eine glückliche Fügung auf Kosten der
Gutsherrin in einer Klosterschule erzogen wird, verwildert der
störrische Pavel zusehends. Die Gemeindebewohner des kleinen
mährischen Dorfes lassen ihn seine Herkunft spüren. Pavel wird zum
Musterbeispiel eines schwer erziehbaren Jungen. Nach einer Begegnung
mit seiner unschuldig-frommen Schwester beginnt sich Pavel jedoch
allmählich aus seinem Dilemma zu befreien. Er beginnt aus eigenem
Antrieb zu lernen, bezwingt seinen Menschenhass und wird, trotz aller
Steine, die man ihm weiterhin in den Weg zu legen versucht, ein
rechtschaffener Mann.

Marie von Ebner-Eschenbach, 1830 als Freiin Dubsky in Mähren
geboren, wendet sich in ihrem 1887 erschienenen und bereits damals
höchst erfolgreichen "Gemeindekind", einem sozialkritischen
Entwicklungsroman, vehement gegen die zu ihrer Zeit vorherrschende
deterministische Vererbungstheorie. Eine Theorie, die bestehende
Zustände - und damit bestehende Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten
- wissenschaftlich als gottgegeben und unveränderbar zu bestätigen
sucht. Menschen, so lautete hingegen Marie von Ebner-Eschenbachs
Credo, sind nicht allein Sklaven ihrer Herkunft und Opfer ihrer
Umstände. Sie können sich, bei entsprechendem Willen, aus ihren
Fesseln befreien. Marie von Ebner-Eschenbach blieb als
Schriftstellerin bis in ihr hohes Alter aktiv. Ihre späten Stücke
liefen in Berlin mit großem Erfolg, und auch das habsburgische
Österreich wusste, was es an seiner "Gräfin" hatte. 1898 wurde sie
mit dem höchsten zivilen Orden, dem Ehrenkreuz für Kunst und
Literatur, ausgezeichnet, im Jahre 1900 erhielt sie den ersten
weiblichen Ehrendoktor der Universität Wien. Marie von
Ebner-Eschenbach starb 85-jährig am 12. März 1916 in Wien. Nähere
Informationen zum Programm von Österreich 1 sind abrufbar unter
http://oe1.ORF.at (ih)

Rückfragehinweis:
ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
Tel.: (01) 501 01/18050
mailto:isabella.henke@orf.at

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