FPÖ-Antrag gegen Mochovce-Ausbau von Regierungsparteien abgelehnt

Hofer: Große Koalition will nichts gegen Bau der Reaktoren 3 und 4 unternehmen

Wien (OTS) - Im Zuge der Debatte zum Thema Temelin im Nationalrat hat FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer einen Antrag eingebracht, um den geplanten Ausbau des AKW im slowakischen Mochovce zu verhindern. Ein Antrag im selben Wortlaut wurde vom oberösterreichischen Landtag einstimmig angenommen, im Nationalrat von Rot und Schwarz jedoch abgelehnt.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Die Österreicher sind gegen die Nutzung der Kernkraft und dennoch fällt ihnen die Bundesregierung hier in den Rücken. In Mochvoce handelt es sich um alte Reaktoren sowjetischer Bauart und niemand kann versichern, dass eine Katastrophe wie wir sie 1986 in Tschernobyl hatten, verhindert werden kann. 15.000 jener Liquidatoren, die nach dem Super-Gau bei Aufräumarbeiten tätig waren, sind bereits gestorben.
180.000 von den 200.000 Menschen, die in den ersten Wochen im Einsatz waren, sind erkrankt und die Krebserkrankungen in ganz Europa haben durch den Vorfall zugenommen."

Daher habe der Oberösterreichische Landtag am 31. Jänner zu Recht eine Resolution an die Bundesregierung beschlossen, in der diese aufgefordert wird, sowohl an die slowakische als auch die italienische Regierung, die EU-Kommission, den EU-Rat und die Abgeordneten des Europäischen Parlaments heranzutreten um die geplante Fertigstellung des AKW Mochovce zu verhindern. Leider haben die oberösterreichischen Landespolitiker von Rot und Schwarz in ihrem Anliegen keine Unterstützung aus der Bundespolitik erfahren.

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