Hofer: Zumindest Erste Hilfe-Kurs für Betreuer notwendig

FPÖ-Vorschläge im Pflegebereich: Bundesgenossenschaft für Pflege, Pflegegeld-Valorisierung und Case Management in Krankenhäusern

Wien (OTS) - Im Zuge der Debatte über das Gesundheitsberufe-Rechtsänderungsgesetz betonte FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer, dass die Gesetzesänderung nicht der Schlussstrich in der Pflegediskussion sein dürfe, da es noch sehr viel zu tun gebe. Zum Gesetzesvorschlag selbst merkte Hofer an, dass er die Ausweitung der Kompetenzen der Betreuer zwar begrüße, da diese beispielsweise künftig nicht nur das Essen zubereiten sondern auch verabreichen dürfen, es aber nicht sinnvoll sei, dass Betreuungspersonen nicht einmal einen Erste Hilfe-Kurs absolviert haben müssen.

Norbert Hofer: "Es sind aber auch viele weitere Probleme noch nicht gelöst. Dringenden Handlungsbedarf gibt es etwa bei der unselbständigen Pflege. Wir wollen, dass eine Bundesgenossenschaft für Pflege und Betreuung eingerichtet wird, die die unselbständigen Pfleger anstellt und so den Pflegebedürftigen die aufwendige Administration abnimmt. Jeder Arbeitgeber weiß, mit welchem Aufwand das verbunden ist. Damit werden Pflegebedürftige oft überfordert sein. Eine Genossenschaft ohne Gewinnabsicht, die sich um die Aufgaben des Arbeitgebers kümmert, wäre daher eine gute Lösung."

Weiters sei es notwendig, schon in den Krankenhäusern ein Case Management zu installieren, damit sichergestellt werde, dass Pflegebedürftige nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus die optimale Versorgung erhalten.

Abschließend erinnerte der freiheitliche Behindertensprecher den Bundeskanzler an sein Versprechen, wonach in dieser Legislaturperiode, das Pflegegeld valorisiert werden solle. Die Entwertung betrage mittlerweile schon 20 Prozent, eine Anpassung sei daher unverzichtbar, damit legale Pflege überhaupt leistbar werde.

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