Nationaltrat hat Erweiterungen bei der Personenbetreuung beschlossen

Mitterlehner: Bedürfnisse der Menschen müssen im Mittelpunkt bleiben

Wien (PWK195) - "Im Nationalrat gelang heute ein wichtiger Schritt zur praxisnahen Ausgestaltung der Personenbetreuung", zeigt sich der stellvertretende Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Reinhold Mitterlehner, erfreut.

Eine praxisgerechte Ausgestaltung des Gewerbes der Personenbetreuung entspreche sicher dem Wunsch der Bevölkerung, die das Gewerbe der Personenbetreuung sehr gut angenommen hat. Über 3.400 Anmeldungen innerhalb von nur zwei Monaten würden das eindrucksvoll beweisen.

Die neue Regelung stellt klar, dass Personenbetreuer -gleichgültig ob sie unselbständig oder selbständig als Gewerbetreibende tätig sind - bei der Nahrungs-, Flüssigkeits- und Arzneimittelaufnahme, bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden, bei der Benützung der Toilette sowie beim Aufstehen, Niederlegen, Niedersetzen und Gehen Unterstützung leisten dürfen. Andere pflegerische Tätigkeiten können im Einzelfall im Rahmen einer 24-Stunden-Betreuung von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege übertragen werden. Dazu zählen beispielsweise die Verabreichung von Arzneimitteln, das Anlegen von Bandagen und Verbänden oder die Verabreichung von Insulininjektionen. "Damit wird einem Großteil der betreuungsbedürftigen Personen sehr geholfen", betont Mitterlehner.

Mitterlehner: "Sind betreuungsbedürftige Personen nicht gesundheitlich schwer beeinträchtigt, können somit Personenbetreuer alle nötigen alltäglichen Verrichtungen und Hilfestellungen leisten". Bisher musste in vielen Fällen zusätzlich zum Personenbetreuer noch beispielsweise eine Krankenschwester kommen. Gerade diese teuren Doppelgleisigkeiten wurden in der Vergangenheit immer kritisiert und sind nun - in vernünftigem Ausmaß - beseitigt worden.

Hervorzuheben ist, dass Personenbetreuer die einfachen Unterstützungstätigkeiten nur dann ohne Anordnung durch Arzt oder Krankenschwester/Krankenpfleger vornehmen können, wenn dies aus medizinischer Sicht keine Gefahr für die Betreuungsbedürftigen birgt. In allen anderen Fällen ist die Qualität dadurch gesichert, dass die Personenbetreuer von qualifiziertem Pflegepersonal auf die einzelne betreuungsbedürftige Person eingeschult werden müssen. Auch muss sich das qualifizierte Personal davon überzeugen, dass die Betreuer tatsächlich die für die Tätigkeiten erforderlichen Fähigkeiten aufweisen.

"Durch die Begleitung durch Ärzte oder Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege in den Fällen, in denen dies medizinisch notwendig ist, ist eine qualitativ hochwertige Betreuung gesichert", stellt Mitterlehner klar.

Die Wirtschaftskammer setzte sich immer dafür ein, dass bei der sogenannten Pflegedebatte der Mensch im Mittelpunkt stehen muss. "Mit der im Nationalrat beschlossenen Gesetzesänderung wurde eine weitere Verbesserung der Situation betreuungsbedürftiger Menschen erreicht", unterstreicht Mitterlehner. (IP)

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