Tourismus: Kaske zu Schenner: "Einer der professionellsten Jammerer der Branche"

Gewerkschaft vida wird sich bei bevorstehenden Kollektivvertragsverhandlungen von der Arbeitgeberseite nicht billig abspeisen lassen

Wien (vida/ÖGB) - "Auch wenn die Wirtschaftsdaten für den Tourismusbereich noch so gut ausfallen, kann es der oberste Branchenvertreter der WKÖ, Hans Schenner, einfach nicht lassen, sich weiter munter im professionellen Jammern zu üben", stellte vida-Vorsitzender Rudolf Kaske am Donnerstag fest. Angesichts der bevorstehenden Lohnverhandlungen für die Beschäftigten im Tourismus "drückt der Spartenobmann wieder einmal ordentlich auf die Tränendrüse der Öffentlichkeit. Das ist allzu leicht durchschaubar", so Kaske im Vorfeld der kommenden KV-Verhandlungen.++++

"Es klingt wie Hohn, wenn Schenner bei seiner Pressekonferenz heute meinte, dass mit einer Lohnerhöhung von 1,61 Prozent das Niveau zu den gestiegenen Preisen wieder hergestellt sei", kritisierte Kaske. Die fast 170.000 Beschäftigten im Tourismus würden wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Tourismus in Österreich beitragen. "Und deshalb werden wir uns bei den Kollektivvertragsverhandlungen auch nicht billig abspeisen lassen", bekräftigte der vida-Vorsitzende.

Die Preissteigerungen würden an erster Stelle die ArbeitnehmerInnen treffen, so Kaske weiter. "Sie haben nämlich keinen Gestaltungsrahmen hinsichtlich Abgaben und Preise. Daher fordern wir die Arbeitgeberseite auf, ernsthaft und ohne verbale Untergriffe in die Lohnverhandlungen einzutreten", sagte der vida-Vorsitzende.

TourismusmitarbeiterInnen würden im Schnitt nach wie vor rund ein Drittel weniger als die Beschäftigten aller anderen Branchen verdienen. "Das bedingt, dass der Tourismus leider weiterhin eine ‚Fluchtbranche’ geblieben ist", bedauerte Kaske und stellte abschließend fest: "Vom Jubel, dass der Tourismus viel für die Beschäftigung in Österreich tut, können die MitarbeiterInnen nicht abbeißen." (Schluss)

ÖGB, 13. März 2008 Nr. 170

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