ARBÖ: Neue Rekordwerte bei Diesel und Benzin - Jüngste Preissprünge völlig überzogen

Preissteigerungen in Rotterdam rechtfertigen nicht die Preissprünge an den heimischen Zapfsäulen

Wien (OTS) - Die derzeitigen Preissprünge bei Diesel und Eurosuper in Österreich sind völlig überzogen und in ihrem Ausmaß durch die Preisentwicklung auf dem Rotterdamer Spotmarkt keinesfalls gedeckt. Auch die "verkehrte Welt" an den Zapfsäulen - Diesel ist oft teurer als Superbenzin - kann nicht mit der Preisentwicklung in Rotterdam begründet werden. Zu diesem Ergebnis kommt der ARBÖ nach Analyse der letzten Wochen. "Die Höhe der Preissprünge in Rotterdam stehen in keinem Verhältnis zur Höhe der jüngsten Preissteigerungen an den österreichischen Zapfsäulen", kritisiert der ARBÖ. Im Windschatten der Spotmarktpreise und angesichts der kommenden Osterferien haben die Mineralölfirmen kräftig Gas gegeben.

Diesel ist in Österreich zwischen Mittwoch, 5. März und heute, Donnerstag um 6,5 Cent angestiegen und erreichte einen neuen Rekord von 1,24 Cent (im Schnitt). Aufgrund der Preisentwicklung in Rotterdam im selben Zeitraum wäre ein Anstieg der Dieselpreise in Österreich um 3,2 Cent gerechtfertigt gewesen, rechnet der ARBÖ vor (auf Euro-Basis und unter Berücksichtigung der Steuertangente: von 630 Euro auf 682 Euro entspricht einem Anstieg um 8,3 Prozent, der sich aber laut der Drittel-Formel nur mit + 2,7 Prozent auf die Verbraucherpreise auswirken kann). "Mit anderen Worten: 3,3 Cent Erhöhung sind zuviel", stellt der ARBÖ fest und drängt auf eine Korrektur nach unten.

Eurosuper ist in Österreich zwischen Freitag, 7. März und heute, Donnerstag um 2,9 Cent angestiegen und erreichte einen neuen Rekord von 1,25 Cent (im Schnitt). Aufgrund der Preisentwicklung in Rotterdam im selben Zeitraum wäre ein Anstieg der Eurosuperpreise in Österreich um 0,2 Cent gerechtfertigt gewesen, so der ARBÖ (auf Euro-Basis und unter Berücksichtigung der Steuertangente: von 582 auf 584 Euro, entspricht einem Anstieg um 0,5 Prozent, der sich aber laut der Drittel-Formel nur mit +0,16 auf die Verbraucherpreise auswirken kann). "Mit anderen Worten: 2,7 Cent Erhöhung sind zuviel", unterstreicht der ARBÖ und fordert hier ebenfalls eine Korrektur nach unten.

Da die ungerechtfertigte Preiserhöhung bei Diesel mit 3,3 Cent höher ausgefallen ist als bei bei Eurosuper mit 2,7 Cent, ergibt sich auch, dass die derzeitige "verkehrte Welt" an vielen Zapfsäulen -Diesel teurer als Eurosuper - auf keinen Fall mit der Entwicklung am Spotmarkt begründet werden kann. Bei manchen Tankstellenketten gibt es in dieser Beziehung ein unverständliches Kuddel-Muddel: An einer Zapfsäule kostet Diesel 2 Cent mehr als Eurosuper. Ein Kilometer weiter ist - bei ein und derselben Tankstellenkette - Diesel um ein Cent billiger als Eurosuper.

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