Europäische Sozialpartner: Überzogene Klimapolitik darf Industrie nicht aus Europa vertreiben

Einigkeit zwischen Europäischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern - Deutliche Botschaft der EU-Sozialpartner an EU-Regierungschefs und Kommission

Wien (OTS) - (PdI) "Die globale Vorreiterrolle der EU beim Klimaschutz darf nicht dazu führen, dass die energieintensive Industrie aus Europa vertrieben wird. Wir ziehen hier auf europäischer Sozialpartnerebene an einem Strang: Überzogene Klimapolitik darf die Industrie nicht aus Europa vertreiben", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) und Vizepräsident von BUSINESSEUROPE Dr. Veit Sorger. "Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter sind sich einig, dass wir im Interesse von Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätzen nicht sehenden Auges die Zukunft dieses wichtigen Industriezweiges in Europa gefährden dürfen", begrüßte Sorger die klaren Worte der Europäischen Sozialpartnerspitzen bei ihrem heutigen Treffen mit dem derzeitigen EU-Ratspräsidenten Janez Jansa und Kommissionspräsident Jose-Manuel Barroso in Brüssel.

Die Vertreter der europäischen Arbeitgeber unter der Leitung von BUSINESSEUROPE-Präsident Ernest-Antoine Seillière und die Spitzen des Europäischen Gewerkschaftsbundes betonten einhellig, es sei weder dem globalen Umwelt- und Klimaschutz noch der Beschäftigungssituation in Europa dienlich, wenn sich energieintensive Industrieunternehmen wegen überbordenden Klimaauflagen gezwungen sähen, ihre Produktion in andere Länder mit geringeren Klimaauflagen zu verlegen. "Eine solche Entwicklung wäre weder umwelt- und klimafreundlich noch sozialverträglich, da sie gleichzeitig den Verlust von hunderttausenden Jobs nach sich ziehen würde", so Sorger.

Die europäischen Industrie- und Arbeitgeber forderten beim Sozialgipfel ein klares politisches Signal von den EU-Regierungschefs, dass die Wettbewerbssituation der energieintensiven Industrie berücksichtigt wird: "Unsere Betriebe brauchen Planungs- und Investitionssicherheit. Es muss daher jetzt sichergestellt sein, dass die Unternehmen für den Fall, dass es zu keinem internationalen Klimaabkommen mit vergleichbaren Auflagen für die Industrie in allen Ländern kommt, die Emissionszertifikate bis 2020 kostenfrei zugeteilt bekommen und diese nicht - wie von der Kommission gewünscht - versteigert werden", so BUSINESSEUROPE-Vizepräsident Sorger.

BUSINESSEUROPE ist das Sprachrohr der europäischen Wirtschaft und mit freiwilligen 39 Arbeitgeberverbänden aus 33 europäischen Ländern der repräsentativste und stärkste Unternehmerverband Europas. Die Industriellenvereinigung ist Österreichs Vertreter bei BUSINESSEUROPE.

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