Niederwieser: Ost-West-Gefälle bei Ostsprachen-Unterricht

Lernen wir doch Polnisch, Ungarisch, Tschechisch!

Wien (SK) - "Ermutigend, aber noch nicht berauschend" sind die Ergebnisse einer parlamentarischen Anfrage, die die SPÖ-Abgeordneten Johann Maier und Erwin Niederwieser bezüglich österreichischer Initiativen zum Fremdsprachenunterricht an Schulen an Unterrichtsministerin Schmied richteten. "Diesmal fragten wir nach den Sprachen unserer östlichen Nachbarn, von denen einige ja schon EU-Sprachen sind: Ungarisch, Ukrainisch, Tschechisch, Slowenisch, Slowakisch, Serbisch, Russisch, Rumänisch, Polnisch, Kroatisch, Bulgarisch, Albanisch. Bei der Auswertung zeigte sich einerseits, dass die Zahl der in diesen Sprachen unterrichteten SchülerInnen vergleichsweise gering ist und andererseits auch, dass es fast unmöglich ist, die meisten dieser Sprachen in den westlichen Bundesländern in der Schule zu erlernen. Eine der größten EU-Sprachen - Polnisch - wurde im Schuljahr 2006/07 beispielsweise an keiner Tiroler Schule unterrichtet", berichtet Niederwieser. ****

Die Situation seit der letzten Anfrage in der Ära Gehrer habe sich aber doch deutlich gebessert. Anerkennenswert sei, dass das Ministerium in diesem Bereich sehr bemüht ist, die Empfehlungen der Europaratsinitiative, Language Education Policy Profile (LEPP) umzusetzen. Der österreichische Ist-Stand zu Fremdsprachenlernen ist bereits einsehbar, Neuerungen wie die Einführung einer österreichischen Version des Europäischen Sprachenportfolios sind positive Schritte. "Bund und Länder sind aber in diesem Bereich weiter gefordert, denn auch nach Tirol werden immer mehr Gäste aus dem europäischen Osten kommen, ebenso steigen wirtschaftlichen Verflechtungen mit dem boomenden Osten: 'Eins ist sicher: Wer die Sprache der Partner spricht, ist einen Schritt voraus'," so Niederwieser abschließend. (Schluss) ah/mp

Link zur Anfragebeantwortung:
http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/AB/AB_03187/pmh.shtml

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