Kdolsky nährt die Befürchtungen der Volkshilfe

Das heute beschlossene Gesetz zur 24h-Pflege lässt zu großen Interpretationsspielraum

Wien (OTS) - "Die Volkshilfe Österreich hat in den letzten Tagen immer wieder davor gewarnt, dass Gesetz in der vorliegenden Version zu beschließen. Denn die Kompetenzerweiterung der PersonenbetreuerInnen muss auf die 24h-Betreuung in einem einzigen Haushalt beschränkt bleiben.", so der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger.

Doch das heute beschlossene Gesetz ist ungenau formuliert und lässt einen großen Interpretationsspielraum. In welche Richtung es interpretiert werden wird, lässt BM Andrea Kdolsky schon gestern in ihrer Aussendung erahnen, in der es heißt dass "Betreuungskräfte ständig oder zumindest mehrmals wöchentlich über längere Zeiträume hinweg im Privathaushalt" tätig sein müssen. Da sieht sich die Volkshilfe in ihren Befürchtungen bestätigt, denn der Hinweis auf nur einen Haushalt fehlt, eine 24h-Anwesenheit ist auch nicht angeführt. Eine Tätigkeit mit erweiterten Kompetenzen für unausgebildete PersonenbetreuerInnen in mehreren Haushalten lehnt die Volkshilfe jedoch strikt ab. Denn nur wenn die PersonenbetreuerInnen 24h anwesend sind, kennen sie die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen genau, um mit erweiterten Kompetenzen umgehen zu können.

Auch die Änderungen in der Gewerbeordnung, die gewerbliche Heihilfen ohne jegliche Ausbildung zulässt, sieht die Volkshilfe Österreich als großen Rückschritt. Das wird ausgebildete Heimhilfen und AltenfachbetreuerInnen massiv unter Druck bringen und viele abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse kosten. "Wie soll das den ausgebildeten MitarbeiterInnen erklärt werden, dass ihre Ausbildung nichts mehr wert ist? Wir werden weiter für ein Pflegesystem kämpfen, das leistbare Qualität bietet", so Fenninger abschließend.

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