Plassnik: "Bemühen uns so, als ob es unsere Angehörigen wären"

Außenministerin zu vermissten Österreichern und Themen des EU-Gipfels

Wien (OTS) - "Wir in der Bundesregierung setzen uns so ein, als ob es unsere eigenen Angehörigen wären", schilderte Außenministerin Ursula Plassnik heute die Bemühungen um die beiden in Tunesien vermissten Salzburger, Mag. Wolfgang Ebner und Andrea Kloiber, und um den im Irak verschleppten Oberösterreicher Bert Nussbaumer. Plassnik verwies auf die Arbeit des rund um die Uhr tätigen Krisenstabs der Fachleute von Außen-, Innen- und Verteidigungsministerium. Die Außenministerin richtete dann einen eindringlichen Appell an die Medien: "Ich bitte Sie, im Interesse der Vermissten und deren Familien Ihre Arbeit mit Ernsthaftigkeit und ohne Sensationslust zu tun."

In den weiteren Ausführungen mit Blick auf den heute Abend in Brüssel beginnenden Europäischen Rat sprach Plassnik von der "nun beginnenden Phase der Umsetzung ambitionierter EU-Klimaziele". Plassnik: "Die Europäische Union muss Marktführer für vorausschauende Klima- und Energiepolitik bleiben. Jetzt geht es darum, die verschiedenen Bausteine zu einer soliden Architektur für Klimaschutz nach 2012 zu verdichten." Die Außenministerin ging auf das von Javier Solana und Benita Ferrero-Waldner für die Europäische Kommission verfasste Grundsatzpapier zu sicherheitspolitischen Aspekten des Klimawandels ein. Plassnik: "Es ist ein Papier zur Bewusstseinsbildung. Es geht um unterschiedliche regionale Veränderungen mit Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen der Menschen. Eine Folge könnte ein für uns noch stärker spürbarer Migrationsdruck sein."

Zum Thema Mittelmeer-Union erklärte Plassnik, dass mit dem deutsch-französischen Non-Paper die Diskussion "in die richtige Richtung geht". Die Außenministerin: "Der Barcelona-Prozess bleibt Dreh- und Angelpunkt unserer Mittelmeer-Partnerschaft. Es kann nur eine Mittelmeerpolitik aller 27 Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft geben. Beschlüsse zu diesem Thema erwarte ich von diesem Europäischen Rat aber noch nicht."

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