Ausstellungseröffnung mit Frauenstadträtin Frauenberger

"MATRIX - Geschlechter | Verhältnisse | Revisionen" - Kunst, die von Frauen produziert wird, die Frauen sichtbar macht

Wien (OTS) - Am 12. März wurde im Museum auf Abruf (MUSA) die Ausstellung "MATRIX - Geschlechter | Verhältnisse | Revisionen" durch Frauenstadträtin Sandra Frauenberger eröffnet: "Um Bilder, Denkweisen und Muster zu veranschaulichen, zu durchbrechen, braucht es die Kunst", betonte die Stadträtin und fügte hinzu: "Kunst, die von Frauen produziert wird, die Frauen sichtbar macht." Die Ausstellung "MATRIX - Geschlechter | Verhältnisse | Revisionen" zeigt künstlerische Arbeiten aus der Sammlung der Stadt Wien, die das breite Themenfeld Gender in vielfältiger Weise reflektieren.****

Werke von 40 KünstlerInnen aus vier Jahrzehnten

Anhand der aus der Sammlung für zeitgenössische Kunst der Stadt Wien ausgewählten Kunstwerke von rund 40 KünstlerInnen aus den letzten vier Jahrzehnten werden Aspekte der Geschlechterkonstruktionen und die damit in Verbindung stehenden alltäglich erlebten Verhältnisse einer Revision unterzogen. Die künstlerischen Auseinandersetzungen mit Körper(-bildern), Selbstinszenierung, Repräsentation und Identitätskonstruktion werden durch Arbeiten ergänzt, die die Strukturierung des Systems Kunst durch die Geschlechterdifferenz offen legen.

Stadträtin Frauenberger bedankte sich bei den zwei Kuratorinnen, Maga Gudrun Ratzinger, Maga Sabine Mostegl sowie bei der Projektleiterin Maga Gunda Achleitner und erklärte: "Mit dieser Schau ist es gelungen, sich mit Geschlechterkonstruktionen in unterschiedlicher Art und Weise auseinander zu setzen, ohne einengend zu wirken. Im Gegenteil: durch die Fülle an Darstellungsformen bleibt genug Interpretationsspielraum; genau das, was Gender auch ausdrücken soll - ohne Entweder - Oder."

Die geschlechtsspezifische Konnotation und Konzeption von Kategorien wie "Künstler", "Genie" und "Kreativität" haben vor allem KünstlerInnen immer wieder analysiert und spätestens seit den 1970er Jahren zu einem wichtigen Gegenstand ihrer Kunstproduktion gemacht. Werke, die die Hierarchisierung von Gattungen und künstlerischen Techniken thematisieren, sind deshalb in der Ausstellung ebenso vertreten, wie solche, in denen Autorschaftskonzepte oder Blickregime hinterfragt werden.

Einen besonderen Stellenwert nehmen diejenigen Werke ein, in denen die KünstlerInnen sich selbst inszenieren, um die herrschende Ordnung der Geschlechter und die Einschreibung von gesellschaftlichen Normen aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang werden auch der (eigene) Körper und dessen visuelle Repräsentation von einer Reihe von Kunstschaffenden ausgelotet. Bilder zu Sexualität und Geschlechtlichkeit, die sich einer eindeutigen Lesbarkeit entziehen und sich einer Dichotomisierung von weiblich und männlich verweigern, erweitern die Möglichkeiten, Geschlechterverhältnisse zu denken.

Ganz bewusst wird keine Genealogie feministischer Kunst im Sinne einer Entwicklungslinie präsentiert, sondern das Motiv der Wiederholung in den Vordergrund gerückt. Die aus der Sammlung der Stadt Wien ausgewählten Werke bilden ein Netz reichhaltiger Bezüge, in dem Motive, Fragen und Themen aus verschiedenen Richtungen immer wieder zusammenführen, aber auch auseinanderdriften und sich eventuell widersprechen.

o Nähere Informationen auch im Internet unter www.musa.at/

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