Neudeck: Regierung beschließt Raubzug an den Vermietern

Die Kommunen sind die echten Preistreiber bei den Betriebskosten, die Zeche zahlen die Vermieter

Wien (OTS) - RFW-Wien: "Die überfallsartige Änderung der Berechnung für die Indexanpassung beim Mietzins ist vielleicht noch zu verstehen. Nur, warum beschränkt man sich bei einer derartigen Einschleifregelung nur auf die Mieten und wendet diese nicht auch auf die Gebühren wie Abwasser oder Müll an?" , hinterfragt Detlev Neudeck, Landesobmann des RFW-Wien, die nun beschlossene Änderung der Indexanpassung für Wohnungsmieten. Und weiter, "Während die Kommunen durch permanente und in Wien schon automatisierte Erhöhungen bei den Gebühren die Betriebskosten in lichte Höhen treiben, bleiben die Vermieter nun auf diesen Kosten sitzen".

Das "rote" Wien erwirtschaftet Millionengewinne durch die Gebührenerhöhungen und die rot-schwarze Bundesregierung bittet die Vermieter zur Kasse. Hier geht eindeutig Polemik und Umverteilung vor Sachpolitik. Eine unakzeptable Anlaßgesetzgebung, die nicht widerspruchslos hingenommen werden kann. Warum versucht man immer die privaten Vermieter zu beschneiden und stellt nicht längst von einer Objektförderung auf eine Subjektförderung um? Warum überlegt sich kein Politiker vorher, welche Auswirkungen populistisch motivierte Maßnahmen haben?

"Was wäre, wenn - analog zu der Vorgangsweise der Regierung -plötzlich Hausverwaltungen und Vermieter ab sofort nur noch zwei Drittel der kollektivvertraglichen Erhöhungen bei den Handwerkern bezahlen würden", führt Neudeck weiter aus. "Denn die zahllosen Instandhaltungen werden von Unternehmern durchgeführt und von den Vermietern bezahlt. Es wäre also nur fair, wenn nicht nur die Mieterhöhungen reduziert würden, sondern dieser Faktor auch auf die anderen Erhöhungen angewandt und diese damit reduziert würden", schloß Neudeck.
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