Diagnose Krebs: Sie sind nicht allein - TEIL 1 - BILD/ANHANG

Wien (OTS) - Weltweit erkranken jährlich rund 15 Millionen
Menschen an Krebs, fast 40.000 davon in Österreich. Speziell für diese Patienten, aber auch für deren Angehörige, startet die Krebshilfe eine österreichweite Informationskampagne unter dem Titel "Sie sind nicht allein." und lädt dazu ein, ihr Beratungs- und Unterstützungsangebot anzunehmen.

Die Betreuung der Krebspatienten in Österreich ist einzigartig in Europa: obwohl es in vielen Ländern lokale Krebshilfe-Organisationen gibt, ist die Österreichische Krebshilfe die einzige, die - gegründet 1910 - flächendeckend Erkrankte und Angehörige in den rund 40 Beratungsstellen in ganz Österreich betreut. Jährlich nehmen rund 30.000 Menschen dieses kostenlose und auf Wunsch auch anonyme Service in Anspruch. Dabei unterliegt jedes Gespräch, das mit einer Beraterin der Österreichischen Krebshilfe geführt wird, automatisch der Schweigepflicht.

Sie sind nicht allein.

Die Botschaft der Krebshilfe ist gleichzeitig auch ein Appell an Erkrankte und Angehörige. "Niemand in Österreich muss mit der Diagnose Krebs allein fertig werden," betont Krebshilfe-Geschäftsführerin Doris Kiefhaber. "Mit unserer Informationsinitiative machen wir die Menschen in Österreich darauf aufmerksam, dass es uns gibt, wir uns Zeit nehmen, zuhören und konkret helfen," so Kiefhaber. Der neue TV-Spot wurde Dank der Unterstützung der langjährigen Partner EURO RSCG Vienna (Albert Essenther) und close up Film (Max Wilhelm) in Wien gedreht. "Wir danken dem gesamten Team für den tollen karitativen Einsatz. Ein besonderer Dank geht an den Regisseur Markus Seilern, an die großartige Hauptdarstellerin Cornelia Köndgen und die SprecherInnen, u. a. auch Ulrike Beimpold." Der TV-Spot geht von 17.3. bis Ende April im ORF und ATV on air, unterstützt von einem Radio Spot auf Ö3. Weiters gehen 20.000 Wartezimmer-Plakate an alle Ärzte und Kliniken Österreichs, an Apotheken und alle Stellen der Sozialversicherungsträger. Auch die neue Broschüre "Leben mit der Diagnose Krebs" ist kostenlos bei der Krebshilfe erhältlich und gibt Patienten und Angehörige wertvolle Informationen.

Krebshilfe berät jährlich 30.000 Menschen

Die Diagnose Krebs trifft meist wie ein Blitz, ohne Vorwarnung, und löst eine Art Schockzustand aus. "Die Menschen brauchen gerade in dieser Situation Hilfe," so Kiefhaber. "Mehr als 100 bestens ausgebildete und hochqualifizierte Beraterinnen stehen ihnen dabei österreichweit kostenlos zur Seite." Trotzdem haben immer noch Patienten "Hemmungen", eine Krebshilfe-Beratungsstelle aufzusuchen. Unsicherheit, Scham und auch die Angst, jemanden zur Last zu fallen sind die Hauptgründe dafür. "Wir, die wir täglich in den Beratungsstellen tätig sind und sowohl mit Betroffenen als auch mit Angehörigen sprechen, möchten mit der Kampagne motivieren, bei uns vorbeizukommen und sich unterstützen zu lassen," so die Klinische-und Gesundheitspsychologin Mag. Katharina Asbäck, Sprecherin der Krebshilfe-Beraterinnen. "Manchmal ist das einfach nur ein Buchtipp oder die Ankündigung eines Vortrages. Manchmal kann sich eine länger dauernde Beratung und Begleitung entwickeln."

Forderung nach mehr Lebensqualität für Krebspatienten

Die Krebshilfe tritt aber nicht nur für den Ausbau ihrer Beratungsarbeit ein. Aufgrund der guten Kenntnis der Situation der Krebspatienten in Österreich fordert sie auch verbesserte Rahmenbedingungen zur Steigerung der Lebensqualität der Krebspatienten. Dies geht von der Neuregelung der Anträge für Kuraufenthalte über die Einrichtung von speziellen Reha-Kliniken für unterschiedliche Tumordiagnosen bis hin zur gesetzlichen Regelung der Behinderungseinstufung und der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. "Es ist uns ein großes Anliegen, mit unserer Arbeit den Patienten nicht nur persönlich zu helfen, sondern auch ihre Rahmenbedingungen zu verbessern," erläutert Kiefhaber. "Die Österreichische Krebshilfe agiert dabei als überparteiliches, unpolitisches und ausschließlich den Patienten verantwortliches Sprachrohr."

Uneingeschränkter Zugang zur medizinischen Versorgung

Zu den Rahmenbedingungen zählt auch, die mögliche medizinische Versorgung der Krebspatienten auszubauen und sicherzustellen. "Die Menschen in unserem Land zahlen einen beträchtlichen Teil ihres Gehaltes in den 'Sozialtopf' ein und erwarten zu Recht, dass es ihnen dann zur Verfügung steht, wenn sie krank geworden sind," so Krebshilfe-Präsident Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda. "Die Krebshilfe kämpft dafür, dass allen Krebspatienten der Zugang zu den neuesten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen unabhängig vom sozialen Status, Einkommen, Religion und Alter zur Verfügung steht." Die Krebshilfe verzeichnet immer öfter "Hilferufe" von Krebspatienten, die abschlägige Bescheide erhielten, obwohl die Wirksamkeit der Therapie medizinisch wissenschaftlich erwiesen ist. "Wir fragen uns immer wieder, wenn Budgetdebatten - egal wer an der Regierung ist -geführt werden und in Arbeitsgruppen über Prioritäten im Budget diskutiert wird, ob dabei auch die Gesundheit im Mittelpunkt dieser Verhandlungen steht," so Sevelda. Als erschwerend und völlig inakzeptabel betrachtet es die Krebshilfe auch, dass Therapie-Genehmigungen bzw. -Ablehnungen österreichweit unterschiedlich sind: "Es kann nicht angehen, dass es einen Unterschied macht, in welchem Bundesland man lebt bzw. versichert ist," so Kiefhaber.

Österreich verfügt über eines der besten Gesundheitssysteme der Welt - die Österreichische Krebshilfe setzt sich dafür ein, dies auch zu bewahren. "Man hört immer wieder das Argument, dass wir uns 'das auch leisten können müssen'," so Sevelda. "Das ist grundsätzlich richtig, aber man muss es sich auch leisten wollen! Gerade jetzt müssen Weichenstellungen getroffen werden, damit das auch so bleibt."

Forschungsförderungspreis 2008

Der Vorstand der Österreichischen Krebshilfe hat anlässlich des Schwerpunktes "Leben mit der Diagnose Krebs" auch den Forschungsförderungspreis 2008 ausgeschrieben. Dabei können Forschungsprojekte zu Maßnahmen zur Krankheitsbewältigung und Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten eingereicht werden. Der Forschungsförderungspreis ist in der Höhe von Euro 50.000 einer der höchst dotierten in Österreich.

(Forts.)

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