Vizekanzler Molterer: "Inflationsbekämpfung wird jetzt auch auf EU Ebene diskutiert"

EU Wachstums- und Beschäftigungstrategie muss offensiv vorangetrieben werden

Wien (OTS) - "Die Inflationsbekämpfung wird jetzt auch auf EU
Ebene diskutiert - dafür haben wir uns eingesetzt", betonte Vizekanzler Finanzminister Wilhelm Molterer bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Aussenministerin Ursula Plassnik vor dem Beginn des europäischen Rates. Molterer weiter: "Das ist eine wichtige politische Herausforderung. Ich sehe dabei mehrere Ansatzpunkte. Die EZB ist in der Fortsetzung ihres Stabilitätskurses gefragt. Gleichzeitig brauchen wir eine produktivitätsorientierte Lohnentwicklung und zusätzlich eine Stärkung der Mitarbeiterbeteiligung in Österreich. Auch die Stärkung des Wettbewerbs und der Markttransparenz kann eine klare inflationsdämpfende Wirkung haben."

"Die Lissabon Strategie für Wachstum und Beschäftigung ist ein großer Erfolg für Europa und Österreich. Europa ist ein echter Stabilitätsfaktor in der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung", sagte der Vizekanzler. Europa habe eine exzellente Arbeitsmarktentwicklung - das sei erfreulich. Molterer: "Rund 7 Millionen Jobs wurden in der EU in den vergangenen 3 Jahren neu geschaffen. Wir müssen daher unsere Strategie zur Stärkung von Wachstum und Beschäftigung offensiv vorantreiben. Für Österreich bedeutet das ein Bekenntnis zur weiteren Stärkung der Forschungs- und Entwicklungsquote sowie aktive Maßnahmen im Bereich der Beschäftigung von jugendlichen und älteren Arbeitnehmern. Hier müssen wir aktiv sein, um unsere Vorreiterrolle in der EU weiter halten zu können."

Die künftige wirtschaftliche Entwicklung sei auch unmittelbar mit der stabilen Entwicklung der Finanzmärkte verbunden. "Österreich tritt daher für transparente Regelungen der Ratingagenturen und eine verstärkte Zusammenarbeit der Finanzmarktaufsichtsbehörden ein", sagte Molterer.

Zur Klimapolitik der EU betonte der Vizekanzler abschließend: "Es gibt ein klares Ja zur Klimapolitik und Standortpolitik. Hier muss eine gute Balance gefunden werden. Das wird uns gelingen".

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