Belakowitsch-Jenewein: Pflege: Gesetzesentwurf ist Murks

Der rein ökonomische Ansatz von Kdolsky lässt den menschlichen Aspekt völlig aus

Wien (OTS) - Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein kritisierte heute im Nationalrat nicht nur die Vorgangsweise, wie bis jetzt mit der Regierungsvorlage zur 24-Stunden-Pflege verfahren worden sei, sondern auch wesentliche Teile des Inhalts.

So vermisst Belakowitsch-Jenewein beispielsweise völlig, dass, in Bezug auf die Ausbildung der 4-Stunden-Betreuer, keine Grenze zu fundiert geschultem Personal ersichtlich sei. In der Praxis werde der nicht-ausgebildete Pfleger nämlich nicht in allen Bereichen wissen, wie mit gewissen medizinischen Problemstellungen der zu pflegenden Person umzugehen sei. "Eindeutig ist festzustellen, dass diese Regierungsvorlage keine Antworten auf wesentliche Fragen gibt", äußerte die FPÖ-Abgeordnete. Auch fehle die Finanzierung, illegales Personal zu legalisieren. Ein Abrutschen vieler Pflegebedürftiger in die Armutsfalle sei zu erwarten. Dieser Punkt sei völlig offen.

Belakowitsch-Jenewein machte auch auf den massiven Fehler in der Regierungsvorlage aufmerksam, dass nun Heimhilfen, die über eine sehr fundierte Ausbildung verfügten, in Ausübung ihrer Tätigkeit bei weitem nicht so viel dürften, wie die 24-Stunden-Betreuer. Hier müsse dringend korrigiert werden.

Schlussendlich wertet Belakowitsch-Jenewein, dass der sehr ökonomische Ansatz von Ministerin Kdolsky in dieser Frage bedauerlicherweise den menschlichen Aspekt völlig ignoriere. Der Gesetzesentwurf sei ein "Murks", dem die FPÖ so sicherlich nicht zustimmen werde.

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