Zwerschitz bringt Antrag für rezeptfreie Abgabe der ´Pille danach´ ein

Fortschrittliche und sachliche Politik für Frauen und Familien gefordert

Wien (OTS) - "Nicht locker lassen", will die Jugendsprecherin der Grünen, Barbara Zwerschitz, bei der ´Pille danach´ und bringt daher heute einen Antrag für eine rezeptfreie Abgabe ein.

"Bei Minderjährigen sind Schwangerschaften zu 90 Prozent unerwünscht, in 60 Prozent dieser Fälle wird abgetrieben. Eine Abtreibung stellt eine körperlich und psychisch weit höhere Belastung dar als ein ´hohes Hormonpräperat´, vor dem von ÖVP und FPÖ gewarnt wird", erklärt Zwerschitz und weiter: "Was ist mit den restlichen 40 Prozent der unerwünschten Kinder? Sie haben ein weit höheres Risiko, von Gewalt in der Familie betroffen zu sein. Und ihre Mütter stehen oft noch mitten in der Ausbildung. Viele müssen diese abbrechen und das fügt sich gut in die Statistik, dass gerade Menschen ohne Ausbildung und Familien mit Kleinkindern bzw. AlleinerzieherInnen vermehrt armutsgefährdet sind".

"Es ist nicht anzunehmen, dass die Gesundheitsministerin Kdolsky anders entscheidet als die Familienministerin Kdolsky, aber die Abgeordneten der SPÖ haben sich im Familienausschuss bei der Diskussion um die ´Pille danach´ an Schulen mehrfach für die Abschaffung der Rezeptpflicht für dieses Präparat ausgesprochen. So wie dies schon in 14 europäischen Ländern längst der Fall ist", so Zwerschitz, die hofft, dass die SPÖ nun nicht ihre Meinung ändert und im Gesundheitsausschuss anders entscheidet.

"In Österreich braucht es eine fortschrittliche, sachliche Politik für Frauen und Familien. Verhütung und Abtreibungsregelung dürfen nicht in Frage gestellt werden und die Retro-Argumente der konservativen Ecke sind fehl am Platz. Ich bin unbedingt für erwünschte Kinder und gute Bedingungen für Familien, aber das ist eine gänzlich andere Thematik", schließt Zwerschitz.

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