Kunsthalle im WUK zeigt Ausstellung zur Institutionskritik

"Have the cake and eat it, too" - Eintritt frei

Wien (OTS) - Von Donnerstag, 13. März, bis 19. April läuft in der Kunsthalle Exnergasse im WUK (9., Währinger Straße 59) eine Ausstellung unter dem Titel "Have the cake and eat it, too". Neben einem historisch-theoretischen Hintergrund zur Institutionskritik zeigen die Kuratorinnen, Charlotte Martinz-Turek und Luisa Ziaja, künstlerische Arbeiten, die institutionskritische Strategien verwenden.

Ausstellungs-Hintergrund

Ausgangspunkt der Ausstellung war die Auseinandersetzung mit der Institutionskritik im Kunst-Bereich, eine bereits seit den frühen 70er Jahren existierende künstlerische Methode. Die Praxis der Institutionskritik richtet sich gegen (Kunst-)Institutionen, die von KünstlerInnen oftmals als "Räume kultureller Einsperrung und Festschreibung" wahrgenommen werden. Entgegengesetzt der amerikanischen Redewendung "You can’t have the cake and eat it, too" im Sinne von "Man kann nicht alles haben" soll der Titel der Ausstellung eine Art Aufforderung zum Ausbruch sein. Martinz-Turek und Ziaja ging es bei der Konzeption vor allem darum, aktivistische Praxen und Auswegstrategien aufzuzeigen.

Institutionskritische Arbeiten

Der Loft-ähnliche Raum der Kunsthalle Exnergasse lässt dem Besucher freie Wahl bei der Durchquerung: An der ersten Wand befindet sich das sogenannte "queeropedia", eine Art Lexikon, das für jedes Wort unterschiedliche Definitionen anbietet und damit die "Autoritätsmacht einzelner Lexika" kritisiert. An der gegenüber liegenden Seite ist eine "Recherchewand" angebracht, auf der die Kuratorinnen Material zu verschiedenen Themen wie "Arbeit von Institutionen" und "Wissensproduktion" zusammen gestellt haben. Im Raum verteilt, thematisieren internationale KünstlerInnen den Bezug zu Institutionen aus dem jeweiligen Heimatland: Lia und Dan Perjovschi etwa kritisieren, dass die rumänische Kunstszene zunehmend von einer "reichen Elite" beherrscht werde. Als Beispiel nennen sie das "Museum of Modern Art" in Bukarest, das im hinteren Trakt des Parlament-Gebäudes angebracht ist. Kobe Matthys aus Belgien zeigt mit seiner Installation "Specimen 0768", was mit langjährigen Ausstellungen passiert, wenn ein Museum in kleinere Räumlichkeiten umzieht. Weitere Installationen zeigen u.a. Globalisierungs-Gegner beim friedlichen Protest. Zu manchen der Arbeiten gibt es Gratis-Zeitungen zum Mitnehmen. Eine kostenlose Katalogsbroschüre liegt auf.

"Have the cake and eat it, too" ist Dienstag bis Freitag von 14.00 bis 19.00 Uhr und Samstags von 10.00 bis 13.00 Uhr zu sehen.

Nähere Infos auch im Internet unter www.kunsthalle.wuk.at.

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