GdG-Jugend gedenkt "Anschluss" 1938

"Österreich war nicht nur Opfer, sondern Mittäter"

Wien (GdG/ÖGB) - Vor 70 Jahren fand der "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich statt. "Es war der Austrofaschismus unter dem diktatorischen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, der den österreichischen Widerstand im Vorfeld zerschlagen hat. Am 11. März 1938, fast 4 Jahre nach der Ermordung Dollfuß verkündete sein Nachfolger Kurt Schuschnigg um 19.47 Uhr mit den Worten ‚Gott schütze Österreich’ die Kapitulation Österreichs und ebnete damit endgültig den Weg für Adolf Hitler", betonte heute, Donnerstag, angesichts der aktuellen Diskussionen der Geschäftsführende Vorsitzende der Jugendabteilung in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Matthias Kierein.++++

Nachdem am 11. März 1938 die militärische Weisung für den Einmarsch in Österreich mit dem Decknamen "Unternehmen Otto" ergangen war, marschierten am 12. März 1938 Soldaten der Wehrmacht und Polizisten, insgesamt rund 65.000 Mann mit teils schwerer Bewaffnung, in Österreich ein. Kierein: "Am 15. März verkündete Hitler vor zehntausenden jubelnden Österreichern am Heldenplatz den ‚Eintritt meiner Heimat in das deutsche Reich’."

Bereits in den ersten Tagen nach der Machtübernahme inhaftierten die neuen Machthaber, auch unter Mithilfe österreichischer Anhänger, rund 72.000 Menschen. Nur eineinhalb Jahre später stürzte Nazi-Deutschland die Welt in die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs. "Wir dürfen nicht vergessen dass Österreich nicht nur Opfer des Nationalsozialmus war, wir waren Mittäter", stellte GdG-Jugendreferent Robert Okenka fest. Der Jugendabteilung der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten ist ein Anliegen, die Vergangenheit nicht ruhen zu lassen und somit den Anfängen zu wehren.

ÖGB, 12. März 2008 Nr. 165

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