Wirtschaft für mehr Väterbeteiligung, aber gegen Papamonat

Gleitsmann: Familienfreundliche Unternehmen fördern

Wien (PWK191) - "Unternehmerinnen und Unternehmer haben auch
Kinder und Familie und daher Verständnis für die Lage von Eltern. Konsenslösungen funktionieren damit besser als eine Zwangsbeglückung durch den Papamonat", lehnt Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich die Forderung nach dem sogenannten "Papamonat" ab.

In den letzten Jahren wurde eine Reihe von familienbedingten Ansprüchen auf Freistellung, Entgeltfortzahlung und Kündigungsschutz geschaffen, die meist auf Kosten der Unternehmen gehen und den Spielraum im Betrieb einschränken. Die Elternteilzeit wurde eingeführt, Familienhospizkarenz und Pflegeurlaub ausgebaut. Was Väter betrifft, haben diese schon jetzt Ansprüche auf Väterkarenz, Elternteilzeit, Pflegefreistellung, Freistellungsansprüche nach Kollektivverträgen und Urlaub.

Der "Papamonat" käme zu alldem noch hinzu. Durch diese einseitig bestimmte Abwesenheit von Vätern müssten andere Arbeitnehmer teure Überstunden oder Mehrarbeit leisten. "Die Unternehmen leisten bereits vielfältige Beiträge, eine Überdosis schadet mehr als sie nützt", betont Gleitsmann.

Im Übrigen zeigt die Praxis, dass Konsenslösungen und Bewusstseinsbildung längerfristig mehr bewirken als Zwangsbeglückung. Gleitsmann zeigt einen anderen Weg zu mehr Familienfreundlichkeit und mehr Väterbeteiligung in der Familie auf: "Fördern wir doch familienfreundliche Betriebe, etwa wenn sie das Audit "Familie und Beruf" umsetzen. Zeigen wir mit Beratung und Information den Unternehmen, dass Familienfreundlichkeit sich lohnt, und den Vätern, dass die gemeinsame Zeit mit Kindern auch ihr Leben bereichert." (IP)

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