Abgabenlast für Familien steigt ständig - Kinderfreunde fordern Gratiskindergarten für alle Kinder ab zwei

Wien (SK) - Die steuerliche Belastung der Arbeit ist im Vorjahr neuerlich gestiegen. Während laut OECD-Studie Spitzenverdiener "moderat" davonkommen, zahlen mittlere Einkommen deutlich mehr Abgaben. Für Familien ist die Abgabenlast am stärksten gestiegen. "Es ist nicht tragbar, dass Familien und Alleinerziehende immer stärker zur Kasse gebeten werden. Die Kinderfreunde fordern daher eine möglichst rasche Einführung des Gratiskindergartens für alle Kinder ab zwei! Das ist eine Maßnahme, die wirklich bei den Familien und den Kindern ankommt. Im Gegensatz zu dem von der ÖVP propagierten Familiensplitting, das wieder nur die Top-Verdiener begünstigt und die Frauen zudem ‚Heim an den Herd’ drängen will", erklärt Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Kinderfreunde. ****

Die Vorteile eines Gratiskindergartens, auf den die Eltern einen Rechtsanspruch haben, liegen auf der Hand:

  • Gleiche Bildungschancen für alle Kinder - denn Bildung beginnt im Kindergarten!
  • ein positiver Beitrag zur Integration durch die Ermöglichung einer umfassenden Sprachförderung
  • positive Auswirkungen auf die Frauenerwerbsquote und auf die Karrierechancen von Frauen Die dafür notwendigen zusätzlichen Geldmittel sollten vom Bund an die Länder bzw. Gemeinden gehen. Gleichzeitig ist in einer Vereinbarung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden der Rechtsanspruch für diese kostenlose Bildungseinrichtung festzulegen.

"Bei der geplanten Steuerreform muss eine spürbare Entlastung der derzeit überproportional belasteten Familien ein wesentlicher Bestandteil sein", so Rammer weiter. Und es müsse ein Umdenken in der österreichischen Politik stattfinden: "Transferleistungen, die auch ankommen sind gut und wichtig, aber ohne den Ausbau und die Bereitstellung eines bundesweit flächendeckenden Netzes an Kinderbetreuungseinrichtungen, auf die die Eltern einen Rechtsanspruch haben, wird es nicht gehen", schloss Rammer. (Schluss) sl/mm

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