Frische und regionale Schaf- und Ziegenmilchprodukte haben gesundheitlichen Zusatznutzen

Präsentation der Schaf- und Ziegenmilch - Broschüre des Lebensministeriums

Wien (OTS) - Für österreichische Konsumentinnen und Konsumenten werden Milchprodukte von Schaf und Ziege immer beliebter. Schaf- und Ziegenmilchprodukte werden auch verstärkt im Einzelhandel angeboten. So wächst die Akzeptanz und Bekanntheit dieses bislang vermeintlichen Nischenmarktes. Schaf- und Ziegenmilchprodukte erfüllen den Wunsch nach frischen und regionalen Lebensmitteln mit gesundheitlichem Zusatznutzen. Dadurch steigt für landwirtschaftliche Produzenten die Attraktivität, in diese Produktionsform um- bzw. einzusteigen, so Landwirtschaftsminister Josef Pröll anlässlich der Präsentation der neuen Broschüre "Schaf- und Ziegenmilchproduktion in Österreich und Europa".

Die Broschüre stellt den Markt für Schaf- und Ziegenmilchprodukte in Österreich mit allen Perspektiven und Chancen von der Produktion bis zur Vermarktung dar. Zusätzlich wird in vergleichender Weise die Schaf- und Ziegenmilchproduktion in ausgewählten europäischen Ländern vorgestellt. Darüber hinaus soll die Broschüre Bäuerinnen und Bauern Entscheidungshilfen für zukünftige Produktionsentscheidungen liefern und auch den Verarbeitungsbetrieben und dem Lebensmittelhandel die jüngsten Entwicklungen und die Marktperspektiven für diese Produkte in europäischem Kontext aufzeigen.

Schaf- und Ziegenmilch ist in der Zusammensetzung der Kuhmilch ähnlich und stellt für viele Konsumentinnen und Konsumenten eine wohlschmeckende Alternative bei Kuhmilchallergie dar. Die Verträglichkeit der Milch für Allergiker muss jedoch individuell ausgetestet werden und kann nicht automatisch vorausgesetzt werden. Neben Schaf- und Ziegenkäse, den "klassischen" Schaf- und Ziegenmilchprodukten, werden auch vermehrt Joghurt und Trinkmilch im Handel angeboten. Im Jahr 2006 steigerten Österreichs Verarbeiter ihre Produktionsmenge um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aber nicht nur im Einzelhandel, sondern auch in der Direktvermarktung finden Schaf- und Ziegenmilchprodukte hohen Anklang. Etwa die Hälfte der produzierten Schaf- und Ziegenmilchmenge wird direkt von Produzenten weiterverarbeitet und vermarktet (z.B. am Hof).

Die Milchpreissteigerungen des Jahres 2007 haben sich auch auf den heimischen Erzeugermilchpreis für Schaf- und Ziegenmilch ausgewirkt, und einen ähnlichen Preisaufschwung bewirkt. Dadurch steigt für landwirtschaftliche Produzentinnen und Produzenten die Attraktivität, in diese Produktionsform um- bzw. einzusteigen. Die Schaf- und Ziegenmilchbranche stellt so eine Alternative für Landwirte dar, die eine neue Perspektive für ihren Betrieb suchen.

Der Wirtschaftlichkeit kommt bei einem Ein- oder Umstieg in eine neue Produktionsweise eine tragende Bedeutung zu. Je nach Ausgangssituation ist zu prüfen, in wie weit Investitionen zielorientiert sind. Förderungen durch die Europäische Union und das Lebensministerium werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass unsere Bäuerinnen und Bauern bei ihren Entscheidungen unterstützt werden, so Landwirtschaftsminister Pröll abschließend.

Die Broschüre als Download auf:
http://publikationen.lebensministerium.at/

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