ARBÖ: Automotive Steuern und Abgaben seit 2000 um 47 Prozent gestiegen

ARBÖ drängt auf Entlastung für Pendler und berufsbedingte Fahren

Wien (OTS) - Angesichts der Tatsache, dass die Steuerlast für
einen durchschnittlichen Arbeitnehmer in Österreich seit 2000 um 1,2 Prozentpunkte gewachsen ist, weist der ARBÖ auf die Entwicklung der automotiven Steuern und Abgaben im selben Zeitraum hin. "Im Jahr 2000 haben alle Autofahrer zusammen 7,9 Milliarden Euro an Abgaben und Steuern geleistet. Im Jahr 2007 waren es bereits 11,6 Milliarden Euro. Das ist eine Zunahme um stolze 47 Prozent", stellt ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil fest. "Es gibt wohl kaum ein Produkt, das dermaßen stark besteuert wird wie das Auto. Der ARBÖ drängt auf Entlastung für Pendler und berufsbedingte Fahrten."

Wer hierzulande ein Auto kauft, zahlt nicht nur Umsatzsteuer, sondern auch noch die Normverbrauchssteuer (NoVA), also eine Steuer auf die Steuer. Beim Anmelden des Fahrzeugs wird die motorbezogene Versicherungssteuer fällig und bei der Versicherung wird auch noch Versicherungsteuer verrechnet. Für die Benutzung der Autobahnen sind Vignette und Sondermauten bzw. die LKW-Maut extra zu bezahlen. Bei jedem Liter Treibstoff, der getankt wird, kassiert der Fiskus 50 (Diesel) bis 60 Prozent (Benzine) mit. Wenn man all diese Posten inklusive entsprechender Umsatzsteuer zusammenzählt, kommt man auf die genannten 11,6 Milliarden Euro im Jahr 2007, auf 11,4 in 2006, auf 10,0 in 2005, auf 10,8 im Jahr 2004, auf 9,4 im Jahr 2003, auf 9 im Jahr 2002, auf 8,3 Milliarden im Jahr 2001 und auf 7,9 Milliarden im Jahr 2000.

Zur Entlastung der Autofahrer fordert der ARBÖ:

* Höhere Pendlerpauschale und höherer Verkehrsabsetzbetrag:
"Auch alle, die mit Öffis in die Arbeit müssen, sind von Teuerungen betroffen. Daher sind höhere Pendlerpauschalen sachlich gerechtfertigt. Man kann nicht Menschen strafen, die weite Wege in Kauf nehmen, damit sie in die Arbeit kommen", so der ARBÖ

* Höheres Kilometergeld:
Allein durch die Steigerung der Autokosten in den vergangenen Jahren ist eine Erhöhung des Kilometergeldes von 38 auf 45 Cent gerechtfertigt.

* Gebührenstopp:
Der ARBÖ fordert die Regierung auf, mit der automatischen Erhöhung diverser Gebühren mit der Inflationsrate wieder Schluss zu machen und heuer auf eine weitere Erhöhung der Vignettenpreise, der Reisepass-sowie Führerscheingebühren zu verzichten.

* Entkoppelung von Inflationsrate und Versicherungsprämien:
Derzeit dürfen die Versicherungen die Kfz-Haftpflichtprämien in Ausmaß der Inflation automatisch erhöhen, wodurch die ohnehin hohe Inflation nur noch weiter angeheizt wird.

* Abschaffung der Umsatzsteuer auf die Normverbrauchsabgabe beim Kauf neuer Autos:
Diese Steuer auf die Steuer ist völlig unverständlich, die EU droht Österreich deswegen mit Klagen. Eine Abschaffung würde die Preise für Neuwagen um ein bis drei Prozent verbilligen.

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