Besondere Situation von Menschen mit Behinderung bei Gesetzesnovelle vergessen

Diakonie fordert Gleichstellung sozialpädagogischer Berufe mit PersonenbetreuerInnen bei pflegerischen Kompetenzen

Wien (OTS) - "Die gesetzliche Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung kann für die Betroffenen entscheidend sein, ob ein Leben in familienähnlichen Strukturen, oder nur im Spital möglich ist", so Diakonie Direktor Michael Chalupka.

Und weiter:

"In der Behindertenarbeit tendiert man zu immer kleineren, familienähnlichen Einheiten. Das ist begrüßenswert und für die Integration der betreuten Menschen immens wichtig. Pflegearbeiten, die an eineN PersonenbetreuerIn nach Anleitung und Überweisung delegiert werden können, sollten in Zukunft auch von ausgebildeten Personen aus sozialpädagogischen Berufen ausgeführt werden dürfen, ohne dabei in einem juristischen Graubereich agieren zu müssen. Das wäre die Vorraussetzung, um einen möglichst normalen Lebens- und Arbeitsalltag gewährleisten zu können." Anlässlich der bevorstehenden Novelle zum GuKG (Gesundheits- und Krankenpflegegesetz) formulierte der Direktor der Diakonie einen Brief an die BehindertensprecherInnen aller Parlamentsparteien sowie an die zuständigen Ministerien. Darin wird eine Ausweitung der Kompetenzen für sozialpädagogisches Fachpersonal gefordert, wie es bei PersonenbetreuerInnen in der Altenhilfe oder in der persönlichen Assistenz vorgesehen ist: Hier darf künftig auch nicht-medizinisches Personal nach fachkundiger Anleitung und unter entsprechender Kontrolle bestimmte Pflegearbeiten durchführen.

Dieses Anliegen der Diakonie wird auch von Jugend am Werk, Lebenshilfe und Caritas geteilt.

Rückfragen & Kontakt:

Petra Jens/Diakonie Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 409 80 01-15
Mobil: 0664 / 827 34 91
E-Mail: petra.jens@diakonie.at
Internet: www.diakonie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DIK0001