Grüne Protestkundgebung gegen geplante Müllverbrennungsanlage Heiligenkreuz

Lichtenecker fordert: Minister Pröll muss sich klar gegen Mülltourismus aussprechen

Wien (OTS) - Morgen Mittwoch protestieren die Grünen und Bürgerinitiativen aus Ungarn und dem Südburgenland gegen den geplanten Bau der Müllverbrennungsanlage Heiligenkreuz am Europaplatz in Eisenstadt. "Der Bau der Müllverbrennungsanlage Heiligenkreuz ist schlecht für die Menschen und die Wirtschaft in der Region, ein Nachteil für die Umwelt und schlecht für die Beziehung zu unseren ungarischen Nachbarn",argumentiert Ruperta Lichtenecker, Umweltsprecherin der Grünen. Der Standort befindet sich mitten in einer Thermenregion und direkt an einem Natur- und Nationalpark. Eine Imageschädigung der Region und dementsprechende Rückgänge der BesucherInnenzahlen sind zu befürchten. Derzeit läuft ein Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren, bis morgen 13.3. können persönliche Stellungnahmen im Amt der Burgenländischen Landesregierung abgegeben werden.

Die burgenländische Landesregierung und die Firma Begas planen in Heiligenkreuz die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage für 325.000 t Müll pro Jahr. Dabei fallen im Burgenland max. 33.000 t Restmüll pro Jahr an, in der Region (Bezirke Jennersdorf und Güssing) gar nur 5.000 t. Das Resultat wäre eine Müll LKW-Lawine, geschätzt werden 300 LKW täglich. Derzeit ist nicht bekannt, woher der erforderliche Müll kommen soll. Aus diesem Grund bringt die Abgeordnete Lichtenecker eine Anfrage an Minister Pröll ein. Zählt man alle geplanten Müllverbrennungsanlagen zusätzlich zusammen, entstehen Kapazitäten für rund 1,5 Mio. t Abfall jährlich. Diese Kapazitäten müssen mit ausländischem Müll beliefert werden.
"Wir wollen nicht zum Mistkübel Europas werden, Minister Pröll hat sich klar gegen den Mülltourismus auszusprechen", fordert Lichtenecker. Müllimporte bedürfen vom Umweltminister einer Genehmigung. Der Ausbau von weiteren Müllverbrennungsanlagen in den geplanten Dimensionen spricht gegen den Grundsatz einer entstehungsnahen Entsorgung, wie er in der Abfallrichtlinie festgelegt ist. "Zusätzlich haben die NachbarInnen von Müllverbrennungsanlagen unter dem Lärm und zusätzlichen Luftschadstoffen zu leiden", so Lichtenecker.

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