SP-Krotsch: Niemals vergessen und sich immer erinnern!

Frauensekretärin der Wiener SPÖ fordert intensive Auseinandersetzung mit der weiblichen Geschichte

Wien (SPW) - "Das Jahr 1938 läutete eine ganz besonders finstere Epoche unserer Geschichte ein. Österreich wurde mit dem Einmarsch Hitlers zu Nazideutschland, die Demokratie war ausgeschaltet, zigtausende Menschen verfolgt und ermordet. Darunter befanden sich auch viele Frauen und Widerstandkämpferinnen, deren Leiden viel zu lange Zeit nicht angemessen thematisiert wurde. Umso wichtiger ist es, dieses traurige Kapitel unserer Geschichte niemals zu vergessen, sich immer während daran zu erinnern und daraus zu lernen!", betonte die Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Krotsch zum Gedenkjahr.****

Nach wie vor stelle sich die Frage, wie es dazu kommen konnte und was dieses Ereignis für unsere heutige Zeit bedeute. "Die menschenverachtende Politik der Nationalsozialisten machte auch vor den Frauen nicht Halt. Aber erst spät begann sich die Forschung für die weiblichen Aspekte der Verfolgung, für die explizit gegen Frauen gerichteten Formen von Erniedrigung, Folter oder sexueller Gewalt zu interessieren", stellte Krotsch fest. Daher sei es so wichtig, sich mit dieser Zeit und den Folgen auseinanderzusetzen, denn "die weibliche Seite der Geschichte muss weiter erforscht werden und jede neue Erzählung einer Zeitzeugin kann unsere Sicht auf die Schreckensjahre vertiefen, damit niemals vergessen wird".

"Wir müssen diese Verantwortung übernehmen, damit aus der Geschichte gelernt wird und diese auch an unsere Kinder und Enkel weitergegeben werden kann", unterstrich die Frauensekretärin. Zu viele Frauen seien von der Forschung lange Zeit wenig berücksichtigt worden - Frauen, die aus unterschiedlichsten Gründen verfolgt wurden, mutig Widerstand leisteten oder auf abenteuerliche Weise überlebt haben. "Hier ist vieles noch ungesagt und wir haben die Zeit, diesen Frauen eine Stimme zu geben, fast versäumt. Aber kein Schicksal darf vergessen werden, sondern es muss bewahrt werden, was noch zu bewahren ist - im Sinne des ‚Niemals vergessen’", schloss Krotsch.

Hinweis:
Die Wiener SPÖ Frauen laden zu einer Gedenkveranstaltung in das ega in der Windmühlgasse 26, 1060 Wien. Am 28. April 2008 diskutieren die Zeitzeuginnen Vilma Neuwirth, Katharina Sasso und Ceija Stojka mit Evelyn Steinthaler darüber, wie ein Überleben und ein Widerstand möglich waren.

Gedenkveranstaltung - Zeitzeuginnen im Gespräch:
"Vom Überleben und dem Widerstand der Frauen"
Zeit: Montag, 28. April 2008, 17.30 Uhr
Ort: 6., ega, Windmühlgasse 26
Schluss) nk

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