AK Test Pauschalreisen: Wer genau rechnet, dem bleibt mehr im Börsel! (1)

Große Preisunterschiede für ein- und dasselbe Hotel - Wirrwarr bei Preisen

Wien (OTS) - Das Um und Auf für preisbewusste KonsumentInnen, die ihren Urlaub planen: Angebote gründlich vergleichen! Eine Familie kann sich je nach Reiseveranstalter für zwei Wochen Urlaub in Griechenland mit Flug in ein- und demselben Hotel bis zu 862 Euro (21 Prozent) sparen. Das zeigt ein AK Pauschalreisetest bei 15 Hotels in fünf Urlaubsländern. Jedoch: Das Vergleichen wird KonsumentInnen nicht gerade leicht gemacht, sie müssen sich mit komplizierten Preistabellen und Preissystemen abmühen. "Aber wer sich letztendlich beim Planen genug Zeit nimmt, dem bleibt mehr für die Urlaubskassa übrig", sagt AK Expertin Jutta Repl.

Je nach Reiseveranstalter kann sich eine Familie mit einem achtjährigen Kind in ein und demselben Hotel bis zu 862 Euro (21 Prozent) ersparen, wenn sie auf Kreta im Hotel Creta Maris urlaubt. "Das sind 21 Prozent Preisunterschied", rechnet Repl vor. Preisvergleiche zahlen sich aus! "Denn ein mehrmals günstiger Reiseveranstalter kann beim nächsten Angebot am teuersten sein. Auch besonders großzügige Frühbucherrabatte oder Kinderpreise sind keine Garantie für einen günstigen Urlaub" so Repl.

"Konsumenten brauchen Zeit zum Rechnen", sagt die Konsumentenschützerin, "der Weg zum günstigsten Angebot ist mühsam, aber lohnt sich." Denn sie müssen sich mit komplizierten Preisberechnungstabellen herumschlagen, verschiedenen Preissystemen mit vielen Zu- und Abschlägen und Preisdetails, die über den ganzen Katalog verstreut sind. So werden etwa Frühbucherrabatte zumeist in Form eines pauschalen Abzugs vom Preis oder als prozentuelle Ermäßigung gewährt. Die wiederum kann bei einem 14-tägigen Aufenthalt für die erste Woche höher sein wie für die zweite. Höhe und Buchungszeiträume sind auch innerhalb eines Programms eines Reiseveranstalters häufig mehrfach gestaffelt. Und: Die Buchungszeiträume für die Frühbucherpreise können bei den Erwachsenen andere sein als bei den Kindern.

Auch bei den Kinderpreisen gibt es neben Angeboten mit Kinderfestpreisen oder Pauschalen auch Angebote mit verschiedenen Preisermäßigungen für Kinder in den Programmen. Zudem variieren die Altersgrenzen für die Kinderpreisermäßigungen zwischen den Reiseveranstaltern, aber auch innerhalb des Programms eines Reiseveranstalters.

"Konsumenten sollen auch die Leistungsseite unter die Lupe nehmen", rät Repl. Denn einige Reiseveranstalter bieten Zusatzleistungen an. Es handelt sich dabei vor allem um Reiseversicherungen, Parkplätze am Flughafen oder kostenlose Bahnanreisen zweiter Klasse zum Flughafen. "Wenig kundenfreundlich sind automatische Zubuchungen von Reiseversicherungspaketen", sagt Repl, "Konsumenten müssen extra sagen, dass sie das nicht möchten." In Arrangements enthaltene Reiseversicherungspakete können sich für einzelne Konsumenten als nutzlos entpuppen, wenn sie zu Doppelversicherungen oder Überschneidungen im Versicherungsschutz führen.

(Forts.)

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