70 Jahre Anschluss - LIF: Gedenkjahr ist nicht genug

Zach fordert Einführung eines Ethikunterrichts an Schulen

Wien (OTS) - "Es reicht sicher nicht nur anlässlich von jährlichen Gedenkveranstaltungen an die Greueltaten des Nationalsozialismus zu erinnern, wie man an den mangelnden Geschichtskenntnissen eines Otto Habsburg deutlich erkennen kann" betonte Zach anlässlich der "70 Jahre Anschluss"-Gedenkveranstaltung im Parlament. Die Aussage Habsburgs "es gäbe keinen Staat in Europa, der mehr Recht habe, sich als Opfer zu bezeichnen, als Österreich" enthalte eine "Opfer-Mystifizierung" Österreichs, die einfach unerträglich und historisch längst widerlegt sei.

Auch in Hinblick auf die immer kleiner werdende Zahl an Zeitzeugen bedarf es daher einer regelmäßigen Förderung der Lehrer, das Thema Nationalsozialismus aktiv in den Unterricht einzubringen. Dies mit dem Fokus auf die Hintergründe, welche politischen und gesellschaftspolitischen Voraussetzungen nötig waren, dass es zu so einer Tragödie kommen konnte. "Um in Zukunft extremistischen Entwicklungen entgegenzuwirken ist es unumgänglich, den SchülerInnen im Rahmen eines Ethikunterrichts konstruktive Werte wie Zivilcourage und Respekt fremder Kulturen zu vermitteln", so Zach abschließend.

Die Liberalen fühlen sich in ihrer Forderung bestätigt angesichts einer aktuellen OGM-Umfrage, dass 45 Prozent der Österreicher mit dem Datum "März 1938"nichts anfangen können und 60 Prozent der Befragten laut Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft sich gegen eine weitere Vergangenheitsbewältigung aussprechen.

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