12. März 1938 - WESTENTHALER: Gedenken bleibt demokratische Verpflichtung!

BZÖ-Chef mahnt höhere Wertschätzung für Demokratie und mehr Demokratiebewusstsein ein

Wien 2008-03-12 (OTS) - Anlässlich des Gedenkens an die dramatischen Ereignisse des März 1938, die zur Auslöschung Österreichs als souveräner Staat und zum Anschluss an Hitler-Deutschland führten, betonte BZÖ-Chef Klubobmann Peter Westenthaler die gemeinsame Verantwortung aller demokratischen Kräfte und politischen Verantwortungsträger, mit dem Gedenken die Erinnerung an diese dunkle Epoche der österreichischen Geschichte wach und lebendig zu halten.

"Dieses Gedenken bleibt unsere demokratische Verpflichtung. Dieses Gedenken muss daher mehr sein als bloße Vergangenheitsbewältigung. Denn nur wer die Erinnerung an diese schrecklichen Geschehnisse lebendig hält, kann gewährleisten, dass wir auch in Zukunft die richtigen Lehren aus der Vergangenheit ziehen können. 70 Jahre nach den Ereignissen im März 1938 geht es nicht mehr allein um die Schuldfrage, sondern vielmehr um die unveränderliche Verantwortung, die wir alle für das ,Niemals Wieder’ tragen", erklärte Westenthaler.

Mit der Auslöschung Österreichs am 12. März 1938, dem diktatorischen Terror und dem organisierten Völkermord des NS-Regimes sei unsagbares Leid über die Menschen gebracht worden, das nicht wieder gut zu machen sei. "Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Verantwortung ernst nehmen und uns jedem Ansatz undemokratischer Entwicklungen oder parteipolitischer Überheblichkeit gegenüber dem Souverän der Bürgerinnen und Bürger entschieden und deutlich entgegenstellen. Diesem Auftrag müssen wir uns auf allen Ebenen und auch im politischen Alltagsgeschäft tagtäglich bewusst sein, in Österreich und gerade auch in der EU", so der BZÖ-Chef weiter.

Es könne daher auch keinen "Schlussstrich" unter der Geschichte geben, vielmehr seien eine stärkere Wertschätzung unserer Demokratie und mehr Demokratiebewusstsein gefordert, sagte Westenthaler. "Der Respekt und die Hochachtung für die unzähligen Opfer des Nationalsozialismus muss seinen Ausdruck auch in der Achtung und Wertschätzung finden, die wir unserer Demokratie und den demokratischen Institutionen entgegenbringen. Die Demokratie ist eines der bedeutendsten Güter unserer Gesellschaft, die demokratische Freiheit ist unverzichtbar." (Schluss)

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