WALCH: Keine Lockerung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge!

Wien 2008-03-12 (OTS) - BZÖ Arbeitnehmersprecher Betriebsrat Max Walch übt schwere Kritik daran, dass sich im abgeschlossenen Begutachtungsverfahren des geplanten Beschäftigungspaketes auch die Lockerung des Kürzungsschutzes bei Lehrlingen versteckt. Selbst die Arbeiterkammer Vorarlberg habe in einem verzweifelten Brief an alle Abgeordneten des Nationalrates vor dieser Kürzung der Lehrlingsrechte gewarnt. "In Zeiten eines akuten Facharbeitermangels in Österreich muss alles getan werden, um die Lehre und die Lehrausbildung zu stärken. Eine Lockerung des Kündigungsschutzes würde jedoch bei den Jugendlichen und ihren Eltern für große Verunsicherung sorgen und das Gegenteil bewirken", so die AK. "Das ist ein Anschlag der SPÖ-ÖVP Koalition auf die Lehrlinge und ihre Zukunft. Gerade das duale Schulsystem, um das uns viele Länder beneiden und das für hoch qualifizierte Facharbeiter sorgt, wäre mit einer unsicheren Lehrausbildung mittelfristig gefährdet", warnt Walch.

Interessant ist für Walch, dass die ehemalige Arbeiterpartei SPÖ solche Vorschläge unterstützt, um einigen Lehrherrn in Zukunft billige Hilfskräfte zur Verfügung zu stellen. "Die schwarzen Schafe in der Wirtschaft werden diese Gelegenheit ausnützen, um Lehrlinge nur zu Hilfstätigkeiten heranzuziehen und nach einem Jahr unter der fadenscheinigen Begründung, dass sie nicht lehrwillig sind, wieder frei zu setzen. Mit solchen Vorschlägen, wird sich die Auflösung der Lehrverhältnisse gravierend steigern. In Wien wurden im letzten Jahr über 24% der Lehrverhältnisse vorzeitig aufgelöst", stellte der BZÖ-Arbeitnehmervertreter fest.

"Hier zeigt sich, dass die Wahlversprechen von SPÖ und ÖVP nichts wert sind. Vor der Wahl haben beide Parteien versprochen, alles zu unternehmen, dass jeder Jugendliche einen Lehrplatz erhält. Durch den Kündigungsschutz kann der Lehrherr das Lehrverhältnis nicht leichtsinnig lösen." "Wer solche Vorschläge gegen unsere Jugendliche in die Welt setzt, ist gegen unsere Jugend, unsozial und dürfte nie Verantwortung in unserem Land übernehmen. Das BZÖ wird hier massiven Widerstand leisten und fordert alle Abgeordneten, besonders die Mitglieder des ÖGB und Funktionäre der AK, auf, sich dem Protest des BZÖ anzuschließen", so Walch abschließend.

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