Innenminister Platter gedenkt dem Schicksalsjahr 1938

Kranzniederlegung am Morzinplatz

Wien (OTS) - Innenminister Günther Platter legte heute, am 11. März 2008, beim Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Morzinplatz in der Wiener Innenstadt einen Kranz nieder. Am Morzinplatz war das ehemalige Hauptquartier der Wiener Gestapo angesiedelt, die mit rund 900 Mitarbeitern die größte Gestapo-Dienststelle des Dritten Reiches war. Tag für Tag wurden hier bis zu 500 Menschen zur Einvernahme vorgeladen oder nach erfolgter Verhaftung eingeliefert. Insgesamt dürften mindestens 50.000 Personen Opfer der Wiener Gestapo gewesen sein. Am 12.3.1945 brannte das Gebäude nach Bombentreffern aus und wurde später abgerissen.

Platter erinnerte daran, dass nach dem Rücktritt Schuschniggs in den Abendstunden des 11. März 1938 Nationalsozialisten in ganz Österreich binnen kurzem alle wichtigen Ämter besetzten. "Schon in der Nacht vom 11. zum 12. März fanden die ersten Verhaftungen, Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmen jüdischen Eigentums durch SA- und NSDAP-Angehörige statt", so der Minister. Am 12. März marschierten deutsche Truppen in Österreich ein. Mit dem am 13. März 1938 verlautbarten "Verfassungsgesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich" war der "Anschluss" de facto vollzogen.

"Es ist mir ein Anliegen, dass man auch heute die Gräuel des Nationalsozialismus nicht vergisst", betonte Platter. "Nur durch die Erinnerung an diese furchtbare Zeit kann gewährleistet werden, dass sie sich nicht wiederholt."

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