Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Die Stille als Indiz

Ausgabe vom 9. März 2008

Wien (OTS) - Es sollte sie schon dann und wann gegeben haben:
Funkstille. Die geistige Leere im Kopf, da der Politik partout nichts einfallen wollte. Nichts zu den ernsten Themen unserer Zeit. Nichts zu Notwendigkeiten. Nichts zur Nebensache. Doch selbst in diesen Perioden der Nullmeldungen brachte ein Ausreißer-Tag Stimme in die Stille. Ein Tag, da die Parteisekretariate Aussendungen im Minutentakt auswarfen. Am Frauentag. Leben erfüllte die bis dahin darbende Politik. Weil jeder wusste, was wann wie warum für frau zu tun notwendig wäre ...

Am Frauentag des Jahres 2008 niente. Die mit der Krise beschäftigten Köpfe waren selbst für ihre Hunderte Male heruntergespulten Standard-Sätze zu ausgebrannt. Und spätestens da wurde klar: der Ernst der Lage der rot-schwarzen Leidensgenossenschaft steuert in Richtung Dauer-Stillstand. Da sollte auch das von LH Erwin Pröll flapsig eingeworfene alte Rezept: ein Gasthaus-Keller und ein gutes Glaserl Wein nicht mehr als eine entbehrliche Lustigkeit sein.

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