Wohnbaustadtrat Ludwig eröffnet Architekturfestival "Turn On"

Einblick in Österreichs Architekturszene

Wien (OTS) - "Wie schon in den vergangenen Jahren ermöglicht auch das heurige Architekturfestival einem breiten Publikum einen spannenden Überblick über das Geschehen in der österreichischen Architekturszene. Die Menschen näher an die Architektur heranzuführen, ist mir wichtig, denn schließlich fungieren moderne Städte und ihre Architektur oftmals als Spiegel für eine Gesellschaft. So sorgt die architektonische Gestaltung für die 'bauliche Hüllen' der Ideen, Anliegen und Gefühle der Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt. Ich freue mich auch besonders, dass zu den diesjährigen Beispielen auch Projekte des geförderten Wiener Wohnbaus zählen", betonte Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig am Samstag in seiner Eröffnungsrede.

Gerade der geförderte Wiener Wohnbau habe immer wieder durch innovative Wohnformen neue architektonische Impulse gesetzt. Weltweit renommierte Architektinnen und Architekten haben im Rahmen des geförderten Wohnbaus in Wien neue, herausragende Wohnbauprojekte realisiert. Daneben helfe der gezielte Einsatz der Wiener Wohnbauförderung auch mit, neue architektonische Wege und Lösungen zu finden. "Ein Schwerpunkt liegt hier auf dem ökologischen Neubau oder, wenn man so will, der 'grünen Architektur'. Die Errichtung der größten Passivhaussiedlung Europas auf den Gründen des ehemaligen Bahnhofs Aspang ist nur eines von vielen Beispielen, wie die Wiener Wohnpolitik neue architektonische Leistungen fördert und in vielen Fällen erst ermöglicht", unterstrich Ludwig.

Für die Weiterentwicklung des Wiener Stadtbildes seien neue architektonische Ansätze und Ideen besonders wichtig, stellte Ludwig fest und betonte: "Daher ist mir die Förderung junger österreichischer Architektur ein besonderes Anliegen. Wir haben in Österreich ein großes Potenzial hervorragender kreativer junger Architektinnen und Architekten, die ganz neue Ansätze in die Gestaltung unserer Stadt und ihrer Wohnformen einbringen können. Mit der Ausschreibung für ein neues Stadtteilzentrum rund um die Erzherzog-Karl-Straße durch den wohnfonds_wien haben wir erstmals einen Bauträgerwettbewerb durchgeführt, bei dem ausschließlich Projektteams aus Bauträgern und JungarchitektInnen teilnahmeberechtigt waren".

Die Frage, welche Konsequenzen sich aus den unterschiedlichen gesellschaftlichen Voraussetzungen und Änderungen in der familiären Strukturen für die Architektur ergeben, sei auch für die Wiener Wohnbaupolitik von besonderer Bedeutung. "Wien wächst, die Bevölkerung wird älter und der Bedarf an Single-Wohnungen steigt. Auf diese wesentlichen Änderungen gilt es adäquate Antworten zu finden. Daher konzentrieren wir uns auf die Errichtung neuer Wohnformen, die bereits in der Planungsphase Rücksicht auf die Bedürfnisse der künftigen Mieterinnen und Mieter nehmen. Dazu gehören etwa Projekte für die Generation 50plus aber auch familiengerechte Wohnhausanlagen, bei denen besonders auf die kinder- und jugendgerechte Gestaltung geachtet wird", so der Wohnbaustadtrat.

Das Instrument der Wiener Bauträgerwettbewerbe spiele für moderne, bedarfsgerechter Wohnformen eine zentrale Rolle. Seit der Einführung der Bauträgerwettbewerbe im Jahr 1995 seien sie zu einem Fixum im Wiener Wohnbau und zu einem wichtigen Instrument der Qualitätssicherung geworden. Die Durchführung von Bauträgerwettbewerben habe für die Weiterentwicklung der Stadt Wien eine besondere Bedeutung. Durch sie könnten in Wien moderne und innovative Wohnformen realisiert werden, die sowohl in der Planungsqualität als auch in den Bereichen Ökonomie und Ökologie höchsten Ansprüchen gerecht werden.

"Gute Wohnarchitektur - dies trifft besonders auf geförderten Wohnbau zu - muss qualitativ hochwertig, zugleich aber erschwinglich sein. In Wien gibt es bereits eine Reihe geförderter Projekte, die beweisen, dass sich anspruchsvolle Architektur und sozialer Wohnbau nicht ausschließen. Einige dieser Projekte werden im Rahmen des heurigen Architekturfestivals näher vorgestellt", betonte Ludwig abschließend. (Schluss) lok

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